Siedlungswasserwirtschaft: 1997 ist das "stärkste" Förderjahr seit 1993

946 Projekte wurden mit S 5,9 Mrd. unterstützt/ Auch für 1998 wird eine Sondertranche in Höhe von S 1 Mrd. angepeilt

Wien (OTS) - Ein Rekordbudget gab es 1997 für sauberes Abwasser bzw. Trinkwasser. Nach 1993 (damals stand aufgrund einer einmaligen Sondertranche ein Förderbudget von mehr als S 6 Mrd. zur Verfügung) ist 1997 das bisher "stärkste" Förderjahr für die Siedlungswasserwirtschaft: Insgesamt 946 Projekte mit einem Investitionsvolumen von knapp S 16,8 Mrd. wurden mit S 5,9 Mrd. unterstützt. "Möglich wurde dieser für Österreichs Umwelt wichtige Investitionsschub", so Umweltminister Dr. Martin Bartenstein, "durch eine Sondertranche in Höhe von S 1 Mrd. sowie die in der Novelle zum Umweltförderungsgesetz vorgesehene Vorgriffsmöglichkeit auf das Normalbudget des Folgejahres." Deutliche Auswirkungen hat die Umweltförderung auch auf den Arbeitsmarkt: Im Umfeld von Wasserwirtschaftsprojekten wurden im Jahr 1997 mehr als 22.400 Menschen beschäftigt. Um auch im Jahr 1998 umwelt- und beschäftigungswirksame Impulse zu setzen, wird der Umweltminister wieder eine Sondertranche in Höhe von S 1 Mrd. vorschlagen.

Am Dienstag wurden in der Kommunalkredit im Rahmen der letzten Sitzung der Wasserwirtschaftskommission für 1997 (Vorsitz:
OÖ-Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer) 343 kommunale Siedlungswasserwirtschaftsprojekte mit einem Investitionsvolumen von S 6,2 Mrd. (Förderbarwert: S 2,2 Mrd.) befürwortet. Es können daher 252 Abwasserentsorgungsprojekte und 91 Wasserversorgungsprojekte mit Hilfe der Förderung realisiert werden. Weiters gab es auch grünes Licht für sechs betriebliche Abwasserprojekte, die umweltrelevante Gesamtinvestitionen von S 176 Mio. darstellen.

Wie Dr. Reinhard Platzer, Chef der Kommunalkredit, darüber hinaus ausführte, laufen in den Bundesländern derzeit Erhebungen zur Ermittlung des Investitionsbedarfes der nächsten zehn Jahre im Bereich der Siedlungswasserwirtschaft. Schätzungen zufolge könnte dieser Betrag bei rund S 180 Mrd. liegen.

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