Österreich: Neues Rotkreuz-Pilotprojekt: äHome-sourcing" in der Gesundheitsförderung stärken. Wien (ÖRK) - Die Hauskrankenpflege zählt seit Jahrzehnten

zu den Serviceleistungen des Österreichischen Roten Kreuzes
(ÖRK). Ausgebildete Pflegepersonen betreuen dabei alte,
kranke und behinderte Menschen zu Hause - 35.000 waren es
alleine im vergangenen Jahr. Gleichzeitig unterstützen und
beraten sie die pflegenden Angehörigen. Die Vorteile der Hauskrankenpflege für die pflegebedürftigen Menschen und
für das Gesundheitssystem sind evident:
"Krankenhausaufenthalte werden verkürzt oder vermieden, Heimaufenthalte hinausgezögert und bestenfalls vermieden, pflegebedürftige Menschen können in der vertrauten Umgebung
ihrer eigenen vier Wände bleiben", so Bernhard Jany, der
Sprecher des ÖRK.

Ab morgen unternimmt das ÖRK eine weitere Offensive zur
Optimierung der Hauskrankenpflege: Im Zuge eines neuen
Pilotprojekts findet erstmals in Österreich ein
viersemestriger Lehrgang zur Weiterbildung des diplomierten Pflegepersonals mit Schwerpunkt Gesundheitsförderung statt. Zielgruppe ist diplomiertes Pflegepersonal, das bereits in
der Hauskrankenpflege arbeitet. "Damit reagiert das Rote
Kreuz auch auf eine gesetzliche Neuregelung", so Bernhard
Jany: "Am 1. September ist das neue Gesundheits- und Krankenpflegegesetz in Kraft getreten, das die
Gesundheitsförderung im Rahmen der Pflege in den eigenverantwortlichen Tätigkeitsbereich des diplomierten Krankenpflegepersonals legt."

äHome-sourcing" statt äOut-sourcing" trägt zur Stärkung der kleinen Einheiten bei, die unmittelbar mit der Pflege
beschäftigt sind: Das Pflegepersonal gibt das im
Pilotprojekt erworbene Wissen nicht nur an Angehörige von
alten, kranken oder behinderten Menschen weiter. Gemeinsam
mit ihnen werden auch Strategien entwickelt, um die
erworbenen Fähigkeiten und das know-how aktiv für die
eigene Gesundheitsförderung umzusetzen.

Die Weiterbildung beginnt morgen Mittwoch und findet in 14
Blöcken zu je vier Unterrichtstagen in der Rotkreuz-
Zentrale in Wien statt.

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RK/Pressereferat
Mag. Robert Dempfer
Tel.01/589 00-153
www.redcross.or.at
21.10.1997
GSD.DOC/21.10.1997/R.Dempfer

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