Freudenau ging ans Netz

Wiens Donaukraftwerk liefert Strom

Wien (OTS) - Im Mai 1991 sagten bei einer Volksbefragung in Wien rund 73 Prozent der abstimmenden Wienerinnen und Wiener "Ja" zum Donaukraftwerk Freudenau. Anfang Oktober 1992 begann der Bau. Heute, Montag, nahm das neunte österreichische Donaukraftwerk nach fünfjähriger Bauzeit termingerecht seinen Betrieb auf.

Die erste von insgesamt sechs Maschinen liefert umweltfreundlichen Strom aus Wasserkraft ins Netz. Wiens Altbürgermeister Dr. Helmut Zilk, in dessen Amtszeit die Entscheidung für das Kraftwerk fiel, schaltete die 1. Maschine heute vormittag offiziell ans Netz und taufte die Turbine der 2. Maschine auf den Namen "Helmut".

In Monatsabständen werden jetzt die weiteren Maschinen in Betrieb genommen. Donaukraft, ein Unternehmen des Verbund, liefert die Elektrizität über ein Erdkabel an die Schaltanlage Kaiserebersdorf. Ende April 1998 wird das Kraftwerk im Vollbetrieb laufen. Dann erzeugt es alljährlich rund eine Milliarde Kilowattstunden Strom -genug, um rund die Hälfte aller Wiener Privathaushalte zu versorgen.

Das Donaukraftwerk Freudenau, das insgesamt rund 15 Milliarden Schilling kostet, bedeutet auch "mehr Donau für Wien", es ermöglicht eine naturnahe Neugestaltung des Donauraums. So ist die Stadt durch den Aufstau optisch wieder an den sie prägenden Strom herangerückt. Die Selbsteintiefung des großen Flusses ist endgültig gestoppt, und die Uferbegleitwege liegen direkt am Wasser, und nicht mehr meterhoch darüber.

Darüber hinaus entsteht am rechten, südlichen Donauufer ein riesiger neuer Park zwischen Nußdorf und der Freudenau. Das südliche Ufer der Donauinsel dagegen wurde "rückgebaut", mit Inseln, Halbinseln und Flachwasserzonen.

Die Neue Donau profitiert vom Kraftwerksbau Freudenau durch mehr reines Wasser. Obwohl sich durch den Stau der unterirdische Zufluß von Donauwasser zur Neuen Donau verachtfacht hat, ist diese weiterhin ein hochwertiges, reines Badegewässer. Die Donauinsel wirkt eben als hervorragender Filter. Nicht zuletzt deshalb wird derzeit das neue Wiener Wasserwerk "Donauinsel Nord" errichtet, welches ab der Jahrtausendwende hochwertiges Trinkwasser für eine Viertelmillion Wiener liefern wird.

Schließlich kann der vom Austrocknen bedroht gewesene Prater nunmehr mittels eines von Donaukraft entwickelten Bewässerungssystems, welches Trinkwasserqualität garantiert, gerettet werden.

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Donaukraft
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