- 07.10.1997, 10:00:52
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Kräftiger Anstieg der Belgien-Exporte seit EU-Beitritt
König Albert II trifft Sozialpartnerspitzen in der WKÖ
Wien (PWK) - Der belgische König Albert II wird im Rahmen seines
Staatsbesuches in Österreich am Mittwoch in der Wirtschaftskammer
Österreich mit Spitzenvertretern der österreichischen
Sozialpartnerschaft zusammentreffen. In Gegenwart von
Bundespräsident Klestil wird es zu einem Erfahrungsaustausch über
aktuelle wirtschafts- und sozialpolitische Fragen kommen. Auf
österreichischer Seite nehmen an dem Gespräch teil: WKÖ-Präsident
Leopold Maderthaner, Landwirtschaftskammer-Präsident Rudolf
Schwarzböck, Bundesarbeitskammer-Präsident Herbert Tumpel und ÖGB-
Vizepräsident Günter Weninger. ****
Seit Österreichs EU-Beitritt haben sich die Lieferungen nach
Belgien sehr positiv entwickelt, teilt Handelsdelegierter Rupert Roth
aus Brüssel mit. Von 1994 bis 1996 sind sie um fast 30 Prozent auf
11,8 Mrd. S angestiegen. Wichtigste Lieferpositionen sind Maschinen
und Fahrzeuge, Papier und Pappe, Pharmazeutika. Gute Absatzchancen
bestehen laut Roth für High-Tech-Produkte (Umwelttechnologien!) und
Konsumwaren (österreichische Nahrungs- und Genußmittel verbuchen
signifikante Markterfolge).
Bei den Einfuhren aus Belgien, die sich 1996 auf 16,3 Mrd. S
beliefen (- 8,8 Prozent gegenüber 1995) stehen PKW-Lieferungen an der
Spitze, gefolgt von Maschinen und chemischen Erzeugnissen. Auf die
PKW-Einfuhren ist das traditionell hohe österreichische Defizit im
Handel mit Belgien zurückzuführen, erklärt Roth. Belgien ist einer
der größten PKW-Produzenten der Welt. Wichtige PKW-Firmen wie VW,
Ford und General Motors haben in Belgien Niederlassungen.
Die belgisch-luxemburgische Union ist Österreichs zehntwichtigster
Lieferant. Unter den Absatzmärkten liegt sie an 13. Stelle.
Dank eines konsequenten und erfolgreichen Sparkurses gilt Belgien
als Fixstarter für die Wirtschafts- und Währungsunion. Mit einem
Anteil von 2,75 Prozent am gesamten Welthandel ist das Königreich die
zehntwichtigste Handelsmacht der Welt. Die Bedeutung des Außenhandels
für das relativ kleine Land läßt sich an der Exportquote pro Kopf der
Bevölkerung ermessen: sie ist mit 52 Prozent weltweit die höchste.
(Schluß) Ne
Rückfragehinweis: Dr. Ernst Huber
Wirtschaftskammer Österreich
AW-Referat Europa IV
Tel. 50105 DW 4413
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