Bundesländer Vers.: Halbjahresbericht/Teil1

Für den Inhalt der Mitteilung ist allein der Emittent verantwortlich.

Fragen bitte an Reinhard Huebl unter Tel 21111/3300 richten.

Ad-Hoc Mitteilung von: Bundesländer Vers.
BUNDESLÄNDER - VERSICHERUNG

Die Bundesländer-Versicherung verbuchte in den ersten sechs
Monaten 1997 im direkten Versicherungsgeschäft ein Gesamtprämienvolumen von 6.892,3 Mio. Schilling. Bedingt
durch den verschärften Wettbewerb in den Kfz-Sparten, Prämiensenkungen in der Krankenversicherung sowie durch
eine Rekordzahl an abgereiften Lebensversicherungsverträgen
stellt dies eine Verminderung der Prämieneinnahmen gegenüber 1996 von 0,5% oder 33,4 Mio. Schilling dar.

In der Schaden-Unfallversicherung erhöhten sich die Prämieneinnahmen im ersten Halbjahr 1997 um 44,3 Mio. Schilling (1,1%) auf 3.928,2 Mio. Schilling. Rund die
Hälfte entfällt dabei allein auf das heiß umkämpfte Geschäft in der Kfz-Versicherung. Trotz steigender Versichertenzahl stagnierten hier die Prämieneinnahmen im
ersten Halbjahr. Die Kfz-Haftpflicht wies Prämien von
1.338,9 Mio. Schilling (-0,7%) aus, die Kfz-Kasko verbuchte
551,5 Mio. Schilling (-0,1%). In der Kfz-Insassen-Unfallversicherung konnten jedoch die Prämien um 4,1% auf
47,8 Mio. Schilling gesteigert werden. Sehr erfreulich entwickelte sich die Unfallversicherung mit einer Halbjahresprämie von 238,8 Mio. Schilling (+ 5,2%).

Der Vorjahrestrend hoher Abreifungen in der Lebensversicherung erreichte 1997 einen Spitzenwert, der
trotz beachtlicher Neuproduktion nicht kompensiert werden
konnte. In Summe betrugen die Prämieneinnahmen 1.460,7 Mio. Schilling (-3,1%).

In der Krankenversicherung schlugen sich erwartungsgemäß
die an die Versicherten weitergegebenen Preisvorteile der
neuen Mehrwertsteuer-regelungen bei Ärzten und öffentlichen Gesundheitseinrichtungen mit einem Prämienrückgang von 2,0
% auf 1.503,4 Mio. Schilling nieder.

Die ausbezahlten Leistungen der BUNDESLÄNDER erhöhten sich
in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 11,4 % auf
4.985,9 Mio. Schilling. In der Schaden-Unfallversicherung
stiegen die bezahlten Schäden um 8,4% auf 2.027,3 Mio. Schilling an. Darin enthalten sind mehrere Feuer- und Industriegroßschäden im Ausmaß von rund 140 Mio. Schilling,
die aufgrund von Beteiligungen durch Mit- und Rückversicherungen das Jahresergebnis 1997 nur unwesentlich beeinflussen werden. Die Kfz-Sparten weisen bei den Schadenzahlungen Steigerungen von 4,0% (Kfz-Haftpflicht)
bzw. 5,7 % (Kfz-Kasko) auf; eine Folge gestiegener Unfallhäufigkeit durch den langen Winter.
Die Leistungen in der Lebensversicherung (inklusive Gewinnanteile in Höhe von 453,0 Mio. Schilling) wurden maßgeblich von der Rekordzahl abreifender Lebensversicherungsverträge beeinflußt und lagen mit 1.752,5 Mio. Schilling (+28,3%) deutlich über dem Vorjahresniveau. Die im Jahr 1996 erstmals erzielten Kostensenkungen bei den Krankenanstalten trugen wesentlich
dazu bei, daß die Leistungen in der Krankenversicherung im
ersten Halbjahr 1997 um 2,7 % oder 33,9 Mio. Schilling auf
1.206,1 Mio. Schilling zurückgingen.

Die Kapitalanlagen der BUNDESLÄNDER verzeichneten zwischen 30.6.1996 und 30.6.1997 einen Nettozuwachs von 2.705,3 Mio. Schilling (6,0%) auf insgesamt 47,4 Mrd. Schilling. Zu den bestands- und ertragsstärksten Veranlagungen zählten mit
20,9 Mrd. Schilling (Nettozugang 626,7 Mio. Schilling) die
Gruppe der Darlehensforderungen und mit 17,1 Mrd. Schilling (Nettozugang 1.615,8 Mio. Schilling) die Gruppe der Wertpapiere. Die ordentlichen Finanzerträge der drei Bilanzabteilungen erhöhten sich im ersten Halbjahr 1997 gegenüber dem Vorjahr um 11,8% auf 1.542,4 Mio. Schilling.
Die Gesamtkosten nahmen im Berichtszeitraum um 3% auf
1.840,4 Mio. Schilling zu.

Per Stichtag 30.6.1997 beschäftigte die BUNDESLÄNDER insgesamt 3.512 MitarbeiterInnen. Davon arbeiten 1.632 (-9)
im Innendienst und 1.880 (-13) im Außendienst.

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HEA/02