Tourismus: Mit Kooperationen Gehör verschaffen

WKÖ-Vizepräsidentin Gürtler-Mauthner: "Spezialisierung in Werbung und Angebot dringend notwendig"

Wien (PWK) - Während der österreichische Tourismus jahrelang die negative Leistungsbilanz ausglich, ist der Fremdenverkehr nun selbst zum Problemfall geworden. Die Gründe sind bekannt, die Auswege weniger. "Tourismus ist für die Gäste da!", lautete das Motto des Workshops mit WKÖ-Vizepräsidentin Elisabeth Gürtler-Mauthner, Hotelier Helmut Peter und Frank Kübler, Geschäftsführer der Österreich Werbung, der im Rahmen der Bundestagung der Jungen Wirtschaft am Samstag in Salzburg stattfand. ****

"Man kann nicht mehr alle Menschen ansprechen, daher ist Spezialisierung in Werbung und Angebot - zum Beispiel auf Kurzurlauber und Senioren - ein Gebot der Stunde", sagte Gürtler-Mauthner, die sich auch für eine verstärkte Internationalisierung einsetzt. "Auf vielen Märkt präsent zu sein bedeutet weniger Risiko." Ein Problem ortet die WKÖ-Vizepräsidentin auch in den Fehlinvestitionen, die oft auf mangelndes betribeswirtschaftliches Verständnis zurückzuführen seien.

Der "Kantönligeist" müsse abgelegt werden, forderte hingegen Helmut Peter. Es sei unverständlich, daß jede Gemeinde einen eigenen Fremdenverkehrsverband habe, statt Kooperationen in der gesamten Region einzugehen. Mehr Zusammenarbeit untereinander würde auch den Hoteliers und Gastronomen helfen, sich auf dem Markt Gehör zu verschaffen. Am wichtigsten sei es aber, den Gast nach seinen Wünschen zu fragen und danach zu handeln. "Umfragen unter Österreichurlaubern bringen wenig, sie wiegen uns nur in Sicherheit. Von Bedeutung wären "Nicht-Gäste-Umfragen', um zu erheben, warum sie nicht kommen", so Peter.

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