Gewerbeverein: Arbeitslosigkeit mit untauglicher Statistik nicht faßbar!

Wien (OTS) - Obwohl OECD-Standard, sollte Österreich den Mut aufbringen, endlich in diesem Gremium zu fordern, ein gemeinsames und aussagefähiges Arbeitslosenstatistikschema auszuarbeiten.

Derzeit werden die OECD-Arbeitslosenraten u.a. mit Meinungsumfragen und Mikrozensusdaten angereichert: Menschen werden gefragt, ob sie sich arbeitslos fühlen. Briten waren hier immer etwas nobler, als andere OECD-Bürger.

Österreich hat nun wieder einmal eine Arbeitslosenrate von 4,5 Prozent. Die Zahl schaut beruhigend aus - die Fakten sind erschreckend. Laut OECD-Statistik wäre die Arbeitslosigkeit seit Ende April nahezu unverändert. In Wahrheit steigt die Arbeitslosigkeit in Österreich jedoch rasant an.

Arbeitslosigkeit u.a. mit Meinungsumfragen und Mikrozensusdaten zu erheben, ist etwa so, wie die Kostenrechnung eines Unternehmens mit subjektiven Unternehmererwartungen anzureichern. Fest steht, daß Österreich heute tatsächlich eine Arbeitslosenrate von über 10 Prozent ausweist. Diese ist noch im Ansteigen begriffen.

Der Präsident des Österreichischen Gewerbevereins - Prof. Friedl Bakalowits - ersucht daher Frau Arbeitsministerin Hostasch, in der OECD und der EU zu bewirken, daß endlich aussagekräftige Arbeitslosenstatistiken erstellt werden. Ohne Basisdaten ist auch eine Therapie nicht möglich; und die ist dringend gefordert.

Oder ist es etwa politisch opportun, mit niedrigen Zahlen beruhigend einzuwirken, obwohl uns das Wasser schon bis zum Hals steht?

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