- 02.10.1997, 12:22:03
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Wiener Liberale fordern Sportenquete
Alkier: "Spitzenleistungen und Breitenwirkung statt Sportproporz fördern"
Wien (OTS) Millionenbeträge werden jährlich in Wien für
Sportförderungen ausgegeben. Dies führe allerdings weder zu
international beachtlichen Spitzenleistungen, noch zu einer echten
Breitenwirkung, beklagen die Liberalen Abgeordneten Alexandra Bolena
und Wolfgang Alkier und verweisen auf Gesundheitsstatistiken, die
den "Durchschnitts-Wienern" mehr Sport empfehlen würden.
"Das ganze System ist darauf ausgerichtet, daß rote und schwarze
Verbände an dicken öffentlichen Geldschläuchen hängen können",
kritisiert Alkier, auf dessen Initiative nun das Kontrollamt
wenigstens das Sportamt der Stadt Wien überprüft. "Gleichzeitig wäre
aber eine umfassende Überprüfung der großen Sportverbände notwendig.
Denn was dort mit den erhaltenen Förderungen passiert deutet
gerüchteweise auf saure Wiesen hin, könne aber - mangels
Prüfvorbehalt für das Kontrollamt - nicht kontrolliert werden.
Deshalb haben die Liberalen im Gemeinderat nun einen Antrag
gestellt, daß künftig nur mehr Förderungen vergeben werden sollen,
wenn das Kontrollamt anschließend die Mittelverwendung kontrollieren
kann.
Weiters fordern die Liberalen eine Sportförderungsenquete. Bolena:
"Im Sportausschuss sollen ExpertInnen, PolitikerInnen und Betroffene
Alternativen zum jetzigen "Proporz-Sportförderungs-System"
erarbeiten. Sportförderung soll sowohl echte Spitzenleistungen als
auch echte Breitenwirkung ermöglichen. Beides passiert mit dem
jetzigen side-letter-System, daß die Fördermittel "gerecht" zwischen
SPÖ und ÖVP aufteilt, nicht."
(Schluß)
Rückfragehinweis: Liberales Forum - Landtagsklub Wien
Pressestelle
Tel.: 4000-81557
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