Rheinmetall AG: Rheinmetall Beteiligungen AG und Kolbenschmidt AG schließen Verschmelzungsvertrag

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Die Vorstände und Aufsichtsräte
der Rheinmetall Beteiligungen AG und der Kolbenschmidt AG haben den Verschmelzungsvertrag der Kolbenschmidt AG auf die Rheinmetall Beteiligungen AG als übernehmende Gesellschaft am 29. September 1997 geschlossen. Die Gremien werden ihren außerordentlichen Hauptversammlungen am 19. November 1997 in Düsseldorf (Rheinmetall Beteiligungen AG) und am 20. November 1997 in Heilbronn (Kolbenschmidt AG) die Verschmelzung der beiden Unternehmen vorschlagen.

Damit werden die Kolbenschmidt AG als Management-Holding der Kolbenschmidt-Gruppe, an der Rheinmetall mit 53,5 % beteiligt ist, und die Rheinmetall Beteiligungen AG, die Holding- Gesellschaft für den Automobilbereich von Rheinmetall, zusammen geführt. Die Rheinmetall Beteiligungen AG hält sämtliche Aktien der Pierburg AG. Die durch die Verschmelzung entstehende neue Gesellschaft soll den Namen Kolbenschmidt Pierburg AG erhalten. Nach vollzogener Eintragung in das Handelsregister wird die neue Gesellschaft ebenfalls an der Börse notiert sein.

An der Kolbenschmidt Pierburg AG wird Rheinmetall 76,4% der Aktien besitzen. Der Sitz der neuen Gesellschaft ist Düsseldorf. Die Pierburg AG sowie die ausgegliederten operativen Geschäftseinheiten der Kolbenschmidt AG, es sind dies die KS Kolbenschmidt GmbH, die KS Gleitlager GmbH, die KS Aluminium- Technologie AG sowie die KS Motor Service International GmbH, sind direkte Beteiligungsgesellschaften der Kolbenschmidt Pierburg AG.

Um die Kolbenschmidt AG und die Rheinmetall Beteiligungen AG mit der Pierburg AG objektiv zu bewerten, haben die Vorstände beider Gesellschaften am 4. April 1997 die Wirtschaftsprüfungsgesell schaften C & L Deutsche Revision AG, Düsseldorf, und die KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft AG, Frankfurt, mit der Erstellung eines gemeinsamen Bewertungsgutachtens der beiden Gruppen beauftragt. Für die Kolbenschmidt-Gruppe wurde ein Wert von 811 Mio DM und für die Rheinmetall Beteiligungen AG (Pierburg- Gruppe) von 792 Mio DM festgestellt. Als gerichtlich bestellter Verschmelzungsprüfer fungierte die Wollert Elmendorff Deutsche Industrie-Treuhand GmbH (WEDIT), Düsseldorf. Darüber hinaus wurde die Unternehmensberatung McKinsey beauftragt, die Fusion beider Unternehmen auf Synergien zu untersuchen mit dem Ergebnis, daß das zusätzliche Ertragspotential in einer Größenordnung von 15 Mio DM pro Jahr liegt.

Der Umtausch der Aktien der Kolbenschmidt AG erfolgt in der Weise, daß die Aktionäre der Kolbenschmidt AG für zwei Kolbenschmidt-Aktien im Nennwert von 5 DM eine Aktie der Kolbenschmidt Pierburg AG im Nennwert von 5 DM erhalten werden. Das Umtauschverhältnis von 2 : 1 macht deutlich, daß durch die annähernd gleichen Unternehmenswerte die Kolbenschmidt-Aktionäre am doppelt so hohen Vermögen der Kolbenschmidt Pierburg AG beteiligt werden. Dem etwas höheren Wert der Kolbenschmidt AG wird dadurch Rechnung getragen, daß das Grundkapital der Kolbenschmidt Pierburg AG mit 133,0 Mio DM entsprechend niedriger festgelegt wird, als das Grundkapital der bisherigen Kolbenschmidt AG (134,6 Mio DM), so daß den Aktionären der Kolbenschmidt AG durch das Umtauschverhältnis 2 : 1 kein Nachteil entsteht.

Mit der Kolbenschmidt Pierburg AG entsteht in der Rheinmetall-Gruppe eine schlagkräftige, börsennotierte, internationale Automobil-Zuliefergruppe mit einem Produktprogramm "rund um den Motor", einheitlicher Führungsstruktur und einem Geschäfts volumen von rund 2,5 Mrd DM.

Zusammen mit den Elektronik-Unternehmen Preh und Hirschmann, die ihrerseits maßgeblich in der Automobiltechnik engagiert sind, wird die Automobiltechnik von Rheinmetall mit mehr als 3 Mrd DM Umsatz zu den bedeutendsten Automobilausrüstern in der Welt ge- hören. Mit der börsennotierten Kolbenschmidt Pierburg AG an der Spitze, die den künftigen Kapitalbedarf für internes und externes Wachstum sicherstellt, wird sich der Shareholder Value der Kolbenschmidt Pierburg-Aktie deutlich erhöhen.

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