Gründerwoche der Jungen Wirtschaft startet in 2.000 Bankfillialen

Kooperation mit den Kreditinstituten Bank Austria, BAWAG, Creditanstalt, Erste, RZB und dem Sparkassenverband

Wien (PWK) - Auf Initiative der Jungen Wirtschaft, Österreichs größter Jungunternehmerorganisation, wird von 6. bis 10. Oktober die JW-Gründerwoche stattfinden. In rund 2.000 Bankfilialen werden in dieser Woche die Bankkunden über den Weg zur Selbständigkeit und insbe-sondere über das neue Finanzierungsinstrument des Gründungssparens in-formiert. Möglich wurde diese bundesweite Aktion durch eine Kooperation mit den Kreditinstituten Bank Austria, BAWAG, Creditanstalt, Erste, RZB und dem Sparkassenverband. Über die Informationsangebote in den Bankfilialen hinaus werden während der Gründerwoche eine Vielzahl von Podiumsdiskussionen zum Thema Selbständigkeit in den Landeshauptstädten und auf Bezirksebene stattfinden. ****

"Ziel dieser bisher einzigartigen Gründerwoche ist es, die Österreicherinnen und Österreicher verstärkt mit dem Gedanken der Selbständigkeit vertraut zu machen", erklärt JW-Bundesgeschäftsführer Alfons Helmel. Mit dem Gründungssparen, das auf eine Initiative der Jungen Wirtschaft zurückgeht, könne man die Selbständigkeit nicht nur verbal bewerben, sondern auch einen sehr konkreten Anreiz dazu geben.

Die JW-Gründerwoche ist Bestandteil der JW-Gründeroffensive, von deren Umsetzung sich die Junge Wirtschaft eine Popularisierung der Selbständigkeit und eine wachsende Zahl von Unternehmensgründungen verspricht. Denn im internationalen Vergleich verfügt Österreich über zu wenig Unternehmer. Nach einer Untersuchung der OECD belegt Österreich mit seiner Selbständigenquote in Europa nur den vorletzten Platz. Helmel: "Dabei sind die Erfolgsaussichten junger Unternehmen ausgezeichnet: Rund 75% existieren auch fünf Jahre nach der Gründung noch. Mit diesem Wert sind wir im Europavergleich Spitzenreiter." Die Förderung von jungen Unternehmern ist nach Ansicht der Jungen Wirtschaft ein entscheidender Punkt, um das Problem der Arbeitslosigkeit in den Griff zu bekommen. Jede Unternehmensgründung bringt im Durchschnitt vier neue Arbeitsplätze. Zählt man die Betriebsgründer hinzu, so können mit nur 3.000 zusätzlichen Gründungen 15.000 neue Arbeitsplätze geschaffen und die Arbeitslosenrate in Österreich auf 3% gesenkt werden. "Die enormen Beschäftigungspotentiale von Unternehmensgründungen darf sich die Regierung nicht länger entgehen lassen", meint Helmel. Anstatt jedoch vernünftige Rahmenbedingungen für Jungunternehmer zu schaffen, sollen die Österreicher offensichtlich weiterhin von Unternehmensneugründungen abgeschreckt werden.

Die Selbständigkeit ist in Österreich nach Auffassung der Jungen Wirtschaft vor allem aus drei Gründen wenig populär:

Das Bildungssystem bereitet seine Absolventen nicht auf die Selbständigkeit vor, und informiert auch nicht über die Berufsalternative Selbständigkeit.

Mit einer Unternehmensgründung sind vielfach bürokratische Hürdenläufe und lange Verfahren verbunden. Das schreckt viele Interessenten von einer Gründung vorzeitig ab.

Die mangelnde Eigenkapitalausstattung ist das Hauptproblem junger Unternehmen in Österreich. Ihnen stehen kaum Eigenkapitalinstrumente zur Verfügung.

"Genau an diesen Problemen setzt das Konzept der JW-Gründungsoffensive an", erklärt JW-Bundesgeschäftsführer Helmel. Mit dem Gründungssparen habe man den ersten Schritt zur Lösung der Eigenkapitalmisere gesetzt. Dazu sind neben dem Börsensegment "FIT" für KMUs mittlerweile noch ein Bürgschaftsmodell der Bürgesbank und die Partner-Börse der Innovationsagentur - 'Ideen mal Investment' -gekommen. "Was jetzt noch fehlt, sind Jungunternehmerfonds, die es jedem Österreicher ermöglichen, sich an jungen Unternehmen zu beteiligen." Um bürokratische Hürden abzubauen, schlägt die Junge Wirtschaft die Einführung des "Modus 1:1" bei allen Anlagengenehmigungsverfahren vor. Bei einer Gründung oder einer Investition soll es künftig nur eine Anlaufstelle, ein Verfahren, eine Behörde, einen Bescheid und eine Entscheidungsfrist geben. "Damit werden die Verfahren schneller und einfacher, der bürokratische Spießrutenlauf kann endlich gestoppt werden," so Helmel.

Auch das Bildungssystem muß nach den Vorstellungen der JW-Gründungsoffensive auf die neuen Herausforderungen ausgerichtet werden. "Das einzige konkrete Berufsbild, das unsere Schulen vermitteln, ist das des beamteten Lehrers. Das führt dazu, daß immer noch 34% der Österreicher einen Job in Ämtern und Behören allen anderen Tätigkeiten vorziehen. Daher muß endlich das Prinzip der Selbständigkeit auch in unseren Bildungseinrichtungen verankert werden, wenn die Absolventen wirklich auf die Zukunft vorbereitet werden sollen", erklärt Helmel. Ein Kernpunkt der JW-Gründungsoffensive ist zudem eine bundesweite Imagekampagne für Jungunternehmer, mit der mehr Österreicher motiviert werden sollen, an eine Zukunft als selbständige Unternehmer zu denken und sich entsprechend vorzubereiten. In Holland hat eine derartige Kampagne bereits bemerkenswerte Erfolge erzielt.

Rückfragen & Kontakt:

Presseabteilung
Tel: 50105-4462Wirtschaftskammer Österreich

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/PWK