Dirnberger: Gegen lukrative Geschäfte durch Denunzierung der öffentlichen Pensionsversicherung

Hauptverband ist zu Informationsoffensive aufgerufen

Wien (OTS) - Die von der Bundesregierung in Rust angezettelte Pensionsdebatte habe in der Bevölkerung nach jahrelnger Vorarbeit von privaten Konzerninteresse tiefe Verunsicherungen hinterlassen, kritisierte heute AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB). Klar nachvollziehbar, sowohl im zeitlichen Ablauf wie im Inhalt, habe in den letzten Jahren eine Allianz aus Versicherungskonzernen und Propheten des neoliberalen Zeitgeistes eine systematische Denunzierung der öffentlichen Versicherungen, Kranken- wie Pensionsversicherungen, vorangetrieben. Dirnberger: "Das Feld wurde offenbar aufbereitet, die gemeinsamen Ziele sind klar: weiterer Rückzug der Konzerne aus dem Sozialnetz, lukrative Geschäfte durch die Schaffung einer allgemeiner Unsicherheit in der zentralen Lebensfrage der Pensionen."

Dirnberger wundert sich über die Untätigkeit der Sozialversicherung in diesem Bereich, die sich seit geraumer Zeit "anpinkeln" läßt, wie Dirnberger wörtlich sagte, und damit für weitere Unsicherheiten sorgt. Selbstverständlich haben Privatversicherungen ihren Platz, sind aber kein Ersatz, sondern bestenfalls eine kleines, für viele zu kostspieliges Zubrot zur Grundlage der öffentlichen Pensionsvorsorge. Auch die finanztechnokratischen Verwirrspiele um das angepriesene Kapitaldeckungsverfahren ändern nichts an der Alterspyramide der Bevölkereung. Dirnberger begrüßt hier die vor wenigen Tagen geäußerten Bedenken von Stefan Schulmeister (WIFO), der den Zusammenhang von Privatpensionen, Sparen und Gefährdung des Wachstums und damit der Arbeitsplätze klargestellt hatte.

Sallmutter ist gefordert

Dirnberger fordert daher die Vertreter des Hauptverbandes der Sozialversicherung auf, die Bevölkerung über die Vorteile und die Sicherheit der öffentlichen Pensionen zu informieren. Kritik übt Dirnberger am Präsidenten des Hauptverbandes, GPA-Vorsitzenden Sallmutter: "Ist Sallmutter stärker der Vertreter der privaten Versicherungen oder der öffentlichen Sozialversicherung ? Aus dieser Malaise muß er herausfinden!"

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AK-Vizepräsident A. Dirnberger

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