Prober: Wie kann einmal vorhandenes Geld beliebig vermehrt werden?

Niederösterreich, 26.9.97 (NÖI) Die niederösterreichische Volkspartei ist sehr erfreut, daß nun auch der SP-Klubobmann
Bauer langsam die Notwenigkeit des Ausbaus des Nahverkehrs in Niederösterreichs erkennt. Was er leider noch immer nicht
begriffen hat, daß Geld nicht beliebig vermehrbar ist. So kann
das Geld, das für den Semmering-Unsinnstunnel verschleudert
werden soll, nicht auch zugleich für den Nahverkehr in Niederösterreich verwendet werden. Als Betriebs- und Volkswirt sollte dem SP-Klubobmann diese Tatsache eigentlich bekannt
sein. Entweder hat Bauer vergessen, was er einmal gelernt hat,
oder ihm bedeutet der Ausbau wichtiger Nahverkehrsprojekte in Wirklichkeit herzlich wenig, erklärte heute LAbg. Sepp
Prober.****

Es sei amüsant, daß die NÖ Sozialdemokraten zwar die
Bedeutung des Nahverkehrs allmählich erkennen, aber im Gegenzug dazu ein Loch protegieren, das bis zu 20 Milliarden
verschlingt. "Ich fordere daher den SP-Klubobmann Bauer auf,
mir zu erklären, wie einmal vorhandenes Geld beliebig vermehrt werden kann, ohne daß der Staat dabei finanziell ruiniert
wird", so Prober weiter.

Prober zeigte sich sehr verwundert, daß die niederösterreichische SPÖ nunmehr, offensichtlich aus reiner Nervosität versucht, Lorbeeren für sich zu ernten. So war es Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, der bezüglich der von SP-Klubobmann Bauer so hochgelobten City-Shuttle-Züge,
schwierigste Verhandlungen mit der ÖBB und dem Bund geführt
hat. Die SP-NÖ hat sich während dieser Verhandlungen zurückgelehnt und nichts getan. Es ist sehr traurig, daß es SP-Klubobmann Bauer notwendig hat, sich mit fremden Federn zu schmücken, betonte Prober.

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