• 23.09.1997, 15:11:44
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  • OTS0199

Knacker-Test: Fleischer wehren sich gegen Vorwürfe

Verdorbene Knackwürste sind nicht auf Mängel in der Produktion zurückzuführen

Wien (PWK) - Der vom Verein für Konsumentinformation (VKI)
durchgeführte Knacker-Test, der in den Medien großes Echo
hervorgerufen hat, bedarf zusätzlicher an die Konsumenten gerichteter
Hintergrundinformationen, um keine unbegründete Verunsicherung der
Verbraucher heraufzubeschwören, verlautet die Bundesinnung der
Fleischer in der Wirtschaftskammer Österreich. Bei denen als
'verdorben' bewerteten Proben liegt die Ursache der Beanstandung
nicht im Bereich des produzierenden Betriebes, sondern beim Vertrieb,
da der Produzent nach der Lieferung keinen Einfluß mehr auf die
Lagerbedingungen hat. ****

Der für die Knacker ausschlaggebende wertbestimmende Anteil ist
der Fleischanteil. Im Großteil der dem Test unterzogenen Produkte war
ein weitaus höherer als der im Österreichischen Lebensmittelbuch
geforderte Fleischanteil zu verzeichnen, sodaß sich die Qualität
dieser Knacker daher eindeutig als hochwertig darstellt. Das geringe
Überschreiten des zulässigen Anteils von Kartoffelstärke ist in
erster Linie nicht als Zugabeproblem zu sehen, sondern ist vielmehr
in einer ungleichmäßigen Vermischung begründet.

Für den Test des VKI wurden 21 Knacker eingekauft, von denen nur
drei Stück unverpackt waren. "In Fleischerfachgeschäften kommt das
Problem von verdorbenen Waren nicht zum Tragen, da hier fast
ausschließlich frische und unverpackte Knacker angeboten werden",
erklärte der Bundesinnungsmeister der Fleischer, Anton Karl.

Die Beanstandungen hinsichtlich des Nachweises von Geflügelfleisch
betreffen nur die Auszeichnung der Ware, da die Verwendung von
Geflügelfleisch keinesfalls eine Wertminderung darstellt. Nicht
vollständige Kennzeichnung darf nicht mit der Qualität der
Bestandteile in Zusammenhang gebracht werden.

Es muß daher festgestellt werden, daß es sich bei den
aufgezeichneten Untersuchungsergebnissen nicht um schwerwiegende
Verfehlungen handelt, sondern allenfalls die Vertriebswege einer
Überprüfung bedürfen. Die Probleme und Ursachen des Ergebnisses des
Knacker-Tests dürfen keinesfalls allein auf den Produzenten abgewälzt
werden, so die Bundesinnung.
(Schluß) Ne
Rückfragehinweis: Mag. Claudia Janecek

Wirtschaftskammer Österreich
Bundesinnung der Fleischer
Tel. 50105 DW 3190

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