LIFE-Umweltförderprogramm der EU wird für 1998 aufgestockt

Antragsfrist für österreichische Projekte bis 7. Dezember

Wien (OTS) - Das Budget des EU-Umweltprogramms LIFE für 1998 wird gegenüber heuer um rund 7 % aufgestockt. Im nächsten Jahr stehen für innovative Umwelttechnologieprojekte umgerechnet rund 630 Millionen Schilling zur Verfügung. Damit können europaweit etwa 120 bis 150 Projekte gefördert werden. Österreichische Unternehmen und Gemeinden können Anträge auf LIFE-Mittel für 1998 bis zum 7. Dezember 1997 beim Umweltministerium einreichen. Bei einer Seminar in Innsbruck am 29. September informieren Ministerium und Wirtschaftskammer über dieses EU-weite Förderprogramm.

Aus dem LIFE-Technologietopf können innovative Projekte unterstützt werden, die die nachhaltige Entwicklung in der Industrie fördern, die Umweltaspekte in Raumordnung und Flächennutzung einbinden oder Umweltmaßnahmen der Europäischen Union vorbereiten. Kriterien sind der Innovationsgrad des Projekts, sein überregionaler Beispielcharakter, das ökologische Kosten-Nutzen-Verhältnis, die Verbreitung umweltfreundlicher Praktiken und Technologien sowie die Forcierung der Zusammenarbeit im Umweltschutz. Gemeindeprojekte können mit bis zu 50 % der förderungsfähigen Kosten gefördert werden, Projekte von Betrieben mit bis zu 30 %.

Österreich-Bilanz 1997: 15 Mio. öS für vier geförderte Projekte

1997 hat Österreich mit vier Projekten rund 15,8 Millionen Schilling lukriert. Von der EU-Kommission anerkannt wurden die Einreichungen der Vorarlberger Kraftwerke AG ("Feststoffbewirtschaftung von Stauseen"), der Ottakringer Brauerei ("Wasserrecycling in der Nahrungsmittelindustrie"), der Stadt Bruck an der Leitha ("Öko-Audit für Gemeinden") und der Stadt Linz ("Innovatives städtisches Mobilitätsdesign").

Österreich als LIFE-Nettogewinner

Für heuer hatten die EU-Mitgliedsländer insgesamt 514 Technologieprojekte bei LIFE eingereicht. Allen Prüfungen standgehalten haben letztlich 112 Projekte mit einem Förderungsvolumen von etwa 567 Millionen Schilling. Zieht man eine LIFE-Zwischenbilanz der Jahre 1995 bis 1997, so hat Österreich in diesem Zeitraum exakt 4,04 % der zur Verfügung stehenden Mittel ausgeschöpft. Damit fließen deutlich mehr Mittel ins Land zurück als Österreich in den LIFE-Topf eingezahlt hat.

Das Informationsseminar am Montag, dem 29. September 1997, findet in den Räumlichkeiten der Wirtschaftskammer Tirol, Meinhardstraße 14, 6020 Innsbruck statt. Beginn ist um 13.30 Uhr. Auf der Referentenliste stehen Vertreter des Umweltministeriums, der Tiroler Landesregierung, der Kommunalkredit AG sowie von Betrieben, die bereits LIFE-Förderungen lukriert haben.

Förderansuchen für 1998 können bis 7. Dezember 1997 eingereicht werden. Die Adresse: Bundesministerium für Umwelt, Jugend und Familie, Abteilung II/4, Stubenbastei 5, 1010 Wien. Informationsbroschüren und detaillierte Auskünfte gibt es unter der Telefonnummer 01 / 51522 - 1644 (Fax: 01 / 51522 - 7605).

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Rückfragen & Kontakt:

Präsidialabteilung 4
Tel.: (01) 515 22 DW 5072

Bundesministerium für Umwelt, Jugend & Familie

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