Neue WIFI-Bäderstrukturanalyse liegt vor

Grundlage für Strukturmaßnahmen und Investitionsplanung - Auslastung und Ertragslage der Bäder 1996 weiter rückläufig

Wien (PWK) - 1996 war kein gutes Jahr für die heimischen Bäder. Dies geht aus der nunmehr vorliegenden Bäderstrukturanalyse des WIFI hervor. An dem traditionellen Kennzahlenvergleich, welcher vom Beratungsdienst Tourismus im WIFI seit dem Jahr 1990 herausgegeben wird, haben österreichweit 46 Betriebe mit teilweise mehreren Standorten teilgenommen. ****

Um für jeden Betrieb ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten, werden diese nach bestimmten Typen- und Standortmerkmalen gegliedert. Das Ergebnis ist eine hervorragende Übersicht über das Geschehen in der Bäderbranche, die den teilnehmenden Betrieben u.a. zur eigenen betrieblichen Standortbestimmung dient. Jeder Betrieb erhält außerdem einen sogenannten Individualbericht, der ihm Transparenz über sein eigenes Betriebsgeschehen verschafft.

Wie aus dem Bericht im einzelnen hervorgeht, hat sich das schlechte Wetter des Sommers 1996 auch auf die Ertragslage der heimischen Bäder ausgewirkt. Der ohnehin schwache Auslastungsgrad der Freibäder von 21,1 Prozent ist um weitere drei Prozent-Punkte auf 18,1 Prozent gefallen. Offenbar ist es auch nicht gelungen, die Gäste auf Hallenbäder umzulenken, weil sich auch dort die Auslastung um zwei Prozent-Punkte reduzierte. Zunehmender Beliebtheit bei den Österreichern erfreut sich jedoch die Sauna. Hier hat sich seit 1991 die Auslastung permanent verbessert.

Der bereits in den letzten Jahren negative Cash Flow hat sich weiter verschlechtert. Bei den untersuchten Freibädern betrug die Cash Flow- Rate (vor Zinsen und AfA) minus 185 Prozent, was eine Verschlechterung um fast 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet.

Mit ein Grund für die negative Ertragslage ist die äußerst zurückhaltende Tarifpolitik der Betreiber, die auch aus dem oft vorgegebenen Rabattsystem für gewisse Personengruppen (Schüler, Senioren, Kinder, usw.) resultiert. "Wenn sich bei steigenden Kosten und sinkenden Besucherzahlen die Tarife nicht entsprechend anpassen lassen, öffnet sich die Kostenschere ganz einfach weiter. In dieser Situation befinden sich leider viele heimische Bäder", berichtet Mag. Christian Dörfler vom Beratungsdienst Tourismus im WIFI.

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Beratungsdienst Tourismus
Mag. Christian Dörfler
Tel. 501 05 DW 3031

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