- 04.09.1997, 09:00:17
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Stronach: Vienna Globe Resort Park schafft 3.000 bis 3.500 Arbeitsplätze=
Ökologieprofessor Katzmann: "Erstes österreichisches Beispiel eines Großinvestors, der in dieser Größenordnung Wirtschaft und Umwelt gleichermaßen berücksichtigt."
Oberwaltersdorf (OTS) - "Da durch Globalisierung und
Automatisierung zunehmend mehr Arbeitsplätze verloren gehen werden,
es aber erwiesenermaßen zur Zunahme des Spezialtourismus - gepaart
mit anspruchsvollem Unterhaltungssektor - kommen wird, sollen mit dem
Vienna Globe Resort Park unter anderem 3.000 bis 3.500 Arbeitsplätze
in einer der wirtschaftlich weniger gut situierten Regionen
Niederösterreichs geschaffen werden", so der austro- kanadische
Unternehmer Frank Stronach gestern, Mittwoch abend, im Rahmen einer
Pressekonferenz in Oberwaltersdorf, bei der der Vienna Globe Resort
Park von ihm, Gutachtern und unabhängigen Umweltwissenschaftern
präsentiert wurde. ***
Um die 12 % Arbeitslosigkeit herrscht in der Gegend um
Ebreichsdorf, wo Stronach seinen Freizeitpark für täglich 10.000 bis
15.000 Besucher errichten möchte. In den angrenzenden Bezirken Wr.
Neustadt, Mödling, Baden und Berndorf waren im Juni 1997 insgesamt
knapp 10.000 Personen arbeitslos gemeldet. Dazu betonte
Wirtschaftsminister Hannes Farnleitner in einer parlamentarischen
Anfragebeantwortung vom 23. Juni 1997: "Im übrigen wird bemerkt, daß
die standort - und beschäftigungspolitischen Aspekte dieses Projektes
seitens des Wirtschaftsministeriums insofern als bedeutend anerkannt
werden, als in der betreffenden Region Niederösterreichs in jüngster
Vergangenheit eine große Anzahl von Industriearbeitsplätzen verloren
gegangen ist."
Während Stronach betont, daß er als Investor die Verpflichtung
habe, daß jedes seiner Projekte ökonomischen Sinn macht - was in
diesem Fall mit einem erwarteten Steueraufkommen von 9 Milliarden
Schilling der Fall wäre - kommt auch ein zweiter wesentlicher Faktor
für die Realisierung des Freizeitparkes hinzu: Stronach möchte mit
dem von ihm initiierten Vienna Globe Resort Park ein europäisches
bzw. internationales Vorreitermodell starten, in einer für alle
Seiten zufriedenstellenden Verbindung von Ökologie und Ökonomie.
Dafür konnte er bislang drei renommierte Umweltwissenschafter
gewinnen: Univ. Prof. Dr. Werner Katzmann, der in Salzburg für
Umwelterziehung habilitiert ist und als Obmann der Umweltspürnasen
die praxisorientierte Arbeit mit Schülern leitet, den
Studienkoordinator für Ökologie, Univ. Prof. Dr. Roland Albert vom
Biozentrum der Universität Wien, sowie den innovativen Verkehrsplaner
Univ. Prof. Dr. Hermann Knoflacher.
Unter Leitung von Univ. Prof. Dr. Katzmann soll in den
schutzwürdigen Naturflächen des Areals - von 250 ha Freizeitpark
werden nur 3,9 % verbaut, insgesamt 10 % weisen erhaltenswürdige
Naturflächen aus - ein ökopädagogisch betreutes Besucherzentrum
entwickelt werden. Dieses wird zugleich als Zentrum für
Aktionsführung dienen, dem eine internationale Fortbildungsakademie
für Ökopädagogik angegliedert ist. Die vegetationskundliche und
faunistische Bestandsaufnahme und die Dokumentation der Bewahrungs-
und Betreuungsmaßnahmen der schützenswerten Gebiete im Vienna Globe
Resort Park Gelände steht unter Supervision von Univ. Prof. Albert.
Sein Projekt ist als internationale Innovation mit Vorbildcharakter
konzipiert und soll von einem Monitoring begleitet werden: "Uns
Umweltwissenschafter freut die freiwillige Aktion des Unternehmers
Frank Stronach, da bisher noch kein österreichisches Beispiel eines
Großinvestors bekannt ist, der in diesem Ausmaß Wirtschaft und Umwelt
gleichermaßen berücksichtigt", so Katzmann im Rahmen der
Pressekonferenz.
"Das Projekt Vienna Globe Resort Park stellt auch eine
einzigartige Chance dar, im Verkehrsbereich nicht nur auf
traditionelle Verkehrsüberlegungen aufzubauen, sondern auch
innovative, visionäre und vielleicht sogar idealistische Vorschläge
zu berücksichtigen und integrieren. Was von der öffentlichen Hand
seit Jahren angestrebt wird, nämliche zunehmende Verlagerung auf den
öffentlichen Verkehr und umweltfreundliche Mobilitätsformen, könnte
anhand dieses Projektes erstmals in großem Umfang praktisch
realisiert werden", so der Verkehrsplaner Univ. Prof. Knoflacher.
Knoflacher verwies bei der Pressekonferenz auch auf eine Aussage von
Verkehrsminister Dr. Caspar Einem, die dieser in einer
parlamentarischen Anfragebeantwortung vom 3. Juli 1997 festhielt. Für
den Verkehrsminister könnte der Vienna Globe Resort Park "ein
ökologisches Modellprojekt für große Freizeiteinrichtungen und dafür
erforderliche Verkehrslösungen" darstellen. Knoflacher wird in den
nächsten Monaten ein Konzept erarbeiten, an dem nicht nur die
Besucher des Vienna Globe Resort Parks partizipieren, sondern der
gesamte Südraum von Wien über Eisenstadt bis nach Sopron in ein schon
längst notwendiges Verkehrsgesamtkonzept für den Wiener Südraum
integriert werden kann. Damit würde ein groß angelegter Beitrag zur
Verkehrsentlastung der Südregion von Wien insgesamt geleistet werden.
"Als Wirtschaftsmanager mit sozialer Verantwortung", so Stronach
abschließend, "ist es notwendig, zukunftsorientierte Trends zu
erkennen, in die gegenwärtigen Handlungsweisen einzuplanen und eine
für alle Beteiligten bestmögliche Win & Win Situation zu schaffen".
In diesem Sinne möchte der Austro-Kanadier mit seinem Magna Konzern,
der weltweit der größte Autozuliefererkonzern ist, ein zweites
Wirtschaftsstandbein aufbauen. Dem Themenkomplex der Nachhaltigen
Entwicklung und einer zufriedenstellenden Verbindung von Ökologie und
Ökonomie könnte in diesem Zusammenhang anhand eines konkreten
Großprojektes neuer Sinn gegeben werden.
Rückfragehinweis: Dr. Monika Närr
Magna Europazentrale
Tel: 02253 / 600 / 555
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