Stronach: Vienna Globe Resort Park schafft 3.000 bis 3.500 Arbeitsplätze

Ökologieprofessor Katzmann: "Erstes österreichisches Beispiel eines Großinvestors, der in dieser Größenordnung Wirtschaft und Umwelt gleichermaßen berücksichtigt."

Oberwaltersdorf (OTS) - "Da durch Globalisierung und
Automatisierung zunehmend mehr Arbeitsplätze verloren gehen werden, es aber erwiesenermaßen zur Zunahme des Spezialtourismus - gepaart mit anspruchsvollem Unterhaltungssektor - kommen wird, sollen mit dem Vienna Globe Resort Park unter anderem 3.000 bis 3.500 Arbeitsplätze in einer der wirtschaftlich weniger gut situierten Regionen Niederösterreichs geschaffen werden", so der austro- kanadische Unternehmer Frank Stronach gestern, Mittwoch abend, im Rahmen einer Pressekonferenz in Oberwaltersdorf, bei der der Vienna Globe Resort Park von ihm, Gutachtern und unabhängigen Umweltwissenschaftern präsentiert wurde. ***

Um die 12 % Arbeitslosigkeit herrscht in der Gegend um Ebreichsdorf, wo Stronach seinen Freizeitpark für täglich 10.000 bis 15.000 Besucher errichten möchte. In den angrenzenden Bezirken Wr. Neustadt, Mödling, Baden und Berndorf waren im Juni 1997 insgesamt knapp 10.000 Personen arbeitslos gemeldet. Dazu betonte Wirtschaftsminister Hannes Farnleitner in einer parlamentarischen Anfragebeantwortung vom 23. Juni 1997: "Im übrigen wird bemerkt, daß die standort - und beschäftigungspolitischen Aspekte dieses Projektes seitens des Wirtschaftsministeriums insofern als bedeutend anerkannt werden, als in der betreffenden Region Niederösterreichs in jüngster Vergangenheit eine große Anzahl von Industriearbeitsplätzen verloren gegangen ist."

Während Stronach betont, daß er als Investor die Verpflichtung habe, daß jedes seiner Projekte ökonomischen Sinn macht - was in diesem Fall mit einem erwarteten Steueraufkommen von 9 Milliarden Schilling der Fall wäre - kommt auch ein zweiter wesentlicher Faktor für die Realisierung des Freizeitparkes hinzu: Stronach möchte mit dem von ihm initiierten Vienna Globe Resort Park ein europäisches bzw. internationales Vorreitermodell starten, in einer für alle Seiten zufriedenstellenden Verbindung von Ökologie und Ökonomie. Dafür konnte er bislang drei renommierte Umweltwissenschafter gewinnen: Univ. Prof. Dr. Werner Katzmann, der in Salzburg für Umwelterziehung habilitiert ist und als Obmann der Umweltspürnasen die praxisorientierte Arbeit mit Schülern leitet, den Studienkoordinator für Ökologie, Univ. Prof. Dr. Roland Albert vom Biozentrum der Universität Wien, sowie den innovativen Verkehrsplaner Univ. Prof. Dr. Hermann Knoflacher.

Unter Leitung von Univ. Prof. Dr. Katzmann soll in den schutzwürdigen Naturflächen des Areals - von 250 ha Freizeitpark werden nur 3,9 % verbaut, insgesamt 10 % weisen erhaltenswürdige Naturflächen aus - ein ökopädagogisch betreutes Besucherzentrum entwickelt werden. Dieses wird zugleich als Zentrum für Aktionsführung dienen, dem eine internationale Fortbildungsakademie für Ökopädagogik angegliedert ist. Die vegetationskundliche und faunistische Bestandsaufnahme und die Dokumentation der Bewahrungs-und Betreuungsmaßnahmen der schützenswerten Gebiete im Vienna Globe Resort Park Gelände steht unter Supervision von Univ. Prof. Albert. Sein Projekt ist als internationale Innovation mit Vorbildcharakter konzipiert und soll von einem Monitoring begleitet werden: "Uns Umweltwissenschafter freut die freiwillige Aktion des Unternehmers Frank Stronach, da bisher noch kein österreichisches Beispiel eines Großinvestors bekannt ist, der in diesem Ausmaß Wirtschaft und Umwelt gleichermaßen berücksichtigt", so Katzmann im Rahmen der Pressekonferenz.

"Das Projekt Vienna Globe Resort Park stellt auch eine einzigartige Chance dar, im Verkehrsbereich nicht nur auf traditionelle Verkehrsüberlegungen aufzubauen, sondern auch innovative, visionäre und vielleicht sogar idealistische Vorschläge zu berücksichtigen und integrieren. Was von der öffentlichen Hand seit Jahren angestrebt wird, nämliche zunehmende Verlagerung auf den öffentlichen Verkehr und umweltfreundliche Mobilitätsformen, könnte anhand dieses Projektes erstmals in großem Umfang praktisch realisiert werden", so der Verkehrsplaner Univ. Prof. Knoflacher. Knoflacher verwies bei der Pressekonferenz auch auf eine Aussage von Verkehrsminister Dr. Caspar Einem, die dieser in einer parlamentarischen Anfragebeantwortung vom 3. Juli 1997 festhielt. Für den Verkehrsminister könnte der Vienna Globe Resort Park "ein ökologisches Modellprojekt für große Freizeiteinrichtungen und dafür erforderliche Verkehrslösungen" darstellen. Knoflacher wird in den nächsten Monaten ein Konzept erarbeiten, an dem nicht nur die Besucher des Vienna Globe Resort Parks partizipieren, sondern der gesamte Südraum von Wien über Eisenstadt bis nach Sopron in ein schon längst notwendiges Verkehrsgesamtkonzept für den Wiener Südraum integriert werden kann. Damit würde ein groß angelegter Beitrag zur Verkehrsentlastung der Südregion von Wien insgesamt geleistet werden.

"Als Wirtschaftsmanager mit sozialer Verantwortung", so Stronach abschließend, "ist es notwendig, zukunftsorientierte Trends zu erkennen, in die gegenwärtigen Handlungsweisen einzuplanen und eine für alle Beteiligten bestmögliche Win & Win Situation zu schaffen". In diesem Sinne möchte der Austro-Kanadier mit seinem Magna Konzern, der weltweit der größte Autozuliefererkonzern ist, ein zweites Wirtschaftsstandbein aufbauen. Dem Themenkomplex der Nachhaltigen Entwicklung und einer zufriedenstellenden Verbindung von Ökologie und Ökonomie könnte in diesem Zusammenhang anhand eines konkreten Großprojektes neuer Sinn gegeben werden.

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Dr. Monika Närr

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