Rot-Blau-Grünes Unikat am Ende

Gemeinderatswahl in Langenzersdorf am 16. November 1997!

Wien (OTS) - "Mit Beschluß der NÖ Landesregierung vom 2. September 1997 wurde die Koalition, die für ganz Österreich einzigartige Dreierseilschaft aus rot, grün und blau aufgelöst. Sie wurde 1995 nicht gewählt, sie wurde paktiert", berichtet LIF GR Peter Fojt. Zu den jüngsten Anwürfen und persönlichen Untergriffen in Flugblättern der nun amtlich eliminierten Ex-Koalitionäre: "Nach einer langen Periode der "VP-Absoluten" setzte man eine hohe Erwartungshaltung in die neue Ortsregierung. Bald wurde die Öffentlichkeit eines Besseren belehrt. Nichts ging mehr! "Alt und Neu" begannen mit ihrer Vergangenheit in der Gemeindestube abzurechnen! Wortduelle, Positionskämpfe, Drohgebärden und Diffamierungen bestimmten das politische Klima und den Stil der politischen Arbeit in der Gemeindestube. Dem neuen Steuermann Willi Schleich (SP) mußte das "Koalitions-Schiff" Langenzersdorf aus dem Ruder laufen. Viele fragten sich aufgrund der "Aktivitäten" des Bürgermeisters, stand nicht der grüne Vize und NÖ Landessprecher Dr. Leopold Kendöl am Ruder?"

"Ich sah es daher als meine Aufgabe als verantwortlicher Mandatar an, mein Mandat zurückzulegen, um der Bevölkerung die Chance zu geben, die politische Landschaft der Marktgemeinde neu bestimmen zu können."

"Keine Pakte mehr, keine Koalition", wünscht sich der Liberale nach dem Urnengang. "Beschlüsse sollen sich an Sachfragen orientieren und nicht, wie gehabt, die Machtverhältnisse der Fraktionen widerzuspiegeln."

"Ich erwarte mir, gestärkt durch das Vertrauen der Langenzersdorfer und Langenzersdorferinnen, mit ein bis zwei Mandaten mehr, die bisherige Rolle als Kontrolle der Regierenden mit mehr gesetzlichen Befugnissen ausgestattet, ausüben zu können", so GR Peter Fojt und appelliert an einen fairen Wahlkampf der rot-grün-blauen Ex-Koalitionäre, denn "Ihre ersten Aussendungen geben Anlaß zur Sorge, daß sie imstande sind, das "Niveau" von St. Pölten noch zu überbieten."

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