• 29.08.1997, 09:31:57
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  • OTS0041

AK gefährdet Sozialpartnereinigung in der Lehrlingsfrage

Wortbruch bei Wochenendruhe für Lebensmittelgewerbe

Wien (PWK) - "Bei der am 28. August 1997 abgehaltenen Sitzung im
Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales haben die
Vertreter der Arbeiterkammer ihre Zusage zu einer bereits erfolgten
einvernehmlichen Lösung für die Wochenendruhe für Bäcker, Fleischer,
Konditoren und Molker im Kinder- und Jugendbeschäftigungsgesetz
(KJBG) wieder zurückgezogen", kritisiert Robert Skoumal,
Bundesinnungsgeschäftsführer der Nahrungsgruppe in der
Wirtschaftskammer Österreich den Wortbruch der Arbeiterkammer. ****

Aufgrund einer Vorsprache der Bundesinnungsmeister der
Lebensmittelgewerbe bei Sozialministerin Eleonora Hostasch hatte
diese bei sozialpartnerschaftlicher Einigung und EU-Konformität eine
schnelle Reparatur der Wochenendruhebestimmungen im KJBG im Parlament
zugesagt. Im Sozialministerium haben sich Vertreter der Wirtschaft,
der Gewerkschaft und der Arbeiterkammer bereits am 1. August 1997
geeinigt, daß für Lehrlinge der betroffenen Lebensmittelbranchen eine
ununterbrochene Wochenendruhe von 43 Stunden vorgesehen wird. Diese
EU-konforme Regelung, die der bisherigen Praxis entspricht, wird nun
von der Arbeiterkammer in Frage gestellt.

Die Bundesinnungsmeister fordern die Arbeiterkammer auf, zu ihrem
Wort zu stehen und erwarten von den Politikern eine schnelle
Entscheidung, um die für die Jugendbeschäftigung dringend notwendige
Einstellung von Lehrlingen nicht weiter zu gefährden. Derzeit
beschäftigten Österreichs Bäcker, Fleischer, Konditoren und Molker
insgesamt rund 3.100 Lehrlinge.
(Schluß) Ne
Rückfragehinweis: Robert Skoumal

Bundesinnungsgruppe VII
Tel. 50105 DW 3650

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