Wiener Anwalt will EU-Kommission wegen Rechtschreibreform anrufen - Reform verletze Grundsätze des gemeinsamen Marktes

Vorausmeldung zu News Nr. 33/13.8.1997

Wien (OTS) - Wie News in seiner heute erscheinenden Ausgabe berichtet, will der Wiener Rechtsanwalt Dr. Georg Zanger die EU-Kommission wegen der Rechtschreibreform anrufen. Zanger, der auch die Schülerin Birgit Parade mit ihrer Klage beim Verfassungsgerichtshof vertritt, beantragt in Brüssel ein "Vertragsverletzungsverfahren". Zanger zu News: "Durch die Rechtschreibreform werden eindeutig bestimmte Verlage bevorzugt. Wörterbücher und Lexika müssen neu angeschaftt werden, das ist Zwangsbewirtschaftung. Durch diese verstärkten Subventionsmaßnahmen wird der innnerstaatliche Handel beeinträchtigt, was die Grundsätze des gemeinsamen Marktes verletzt." Der Anwalt hofft, bei diesem Schritt auch von seiner Meinung nach benachteiligten Literatur- und Publikumsverlagen unterstützt zu werden.

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