KfV warnt vor Umschwung der Unfallstatistik: Bilanz 1997 kann Negativ-Wende bringen - Motorrad-Problematik heißer als je zuvor! -GRAFIK

Wien (OTS) - Das Kuratorium für Verkehrssicherheit warnt vor der sich bereits jetzt dramatisch abzeichnenden Trendumkehr der Unfallstatistik: Bereits 605 Verkehrstote gibt es - nach vorläufigen Zahlen - mit 27. Juli 1997 auf Österreichs Straßen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren erst 559 Todesopfer im Straßenverkehr zu verzeichnen - das jedoch nach endgültigen Zahlen, also unter Berücksichtigung der 30-Tages-Frist.

Die Bilanz der getöteten Motorrad-Fahrer und -Beifahrer gibt besonders zu denken: 65 tödlich Verunglückte bisher nach vorläufigen Zahlen im Jahr 1997, das ganze Jahr 1996 forderte endgültig 84 Todesopfer. "Die neue Regelung, nach der zukünfig auch Pkw-Lenker nach 5 Jahren Fahrpraxis auf vier Rädern und einer praktischen Kurzausbildung ein Leichtmotorrd bis zu 125 Kubikmeter lenken dürfen, wird diese Problematik noch verschärfen", meinen die Experten des KfV. Eine negative Trendumkehr ist also in besonderem Ausmaß in der Motorrad-Statistik zu erwarten, "denn 5 Jahre "Lenkrad-Drehen" können nicht Ersatz für fundierte Ausbildung in Sachen Motorrad sein. Das 'Motorrad light' kann schwere Folgen haben."

Für alle "Easy Riders" zur Erinnerung: Das Risiko, mit dem Motorrad schwer oder gar tödlich zu verunglücken, ist etwa 6mal so hoch wie beim Autofahren.

Die Bilanz der Woche vom 21. bis 27. Juli 1997: 14 Verkehrstote auf Österreichs Straßen: 8 Pkw-Lenker, 1 Lkw-Lenker, 3 Motorrad-Lenker und 2 Fußgänger.

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