- 21.07.1997, 12:33:21
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8 Menschenopfer im regennassen Wochenendverkehr
KfV-Tips bei Aquaplaning
Wien (OTS) - Die starken Regenfälle in ganz Österreich und eine
der Wettersituation nicht angepaßte Geschwindigkeit ergaben am
Wochenende im Straßenverkehr eine tödliche Kombination: 8 Menschen
starben bei Verkehrsunfällen, die zur Hälfte überhöhtes Tempo als
Hauptunfallursache hatten.
"Der einzig wirklich wirksame Schutz gegen Aquaplaning ist die
Wahl einer entsprechenden Fahrgeschwindigkeit!", appelliert das KfV
an alle Kfz-Fahrer. Bei Regen kann 80 km/h auf Fahrbahnen ohne
Spurrillen als Richtwert für akute Aquaplaninggefahr angenommen
werden. Ein Hilfsmittel: Fährt man hinter einem anderen Fahrzeug und
verlaufen die Spuren, die dieses im Wasserfilm hinterläßt sehr
schnell (bevor man selbst die Stelle passiert) so droht bereits
Aquaplaning.
Verlieren die Reifen eines Fahrzeuges aufgrund von Aquaplaning den
direkten Kontakt mit der Fahrbahn, so ist der Lenker weitgehend
machtlos, seine Einflußmöglichkeiten auf das Fahrverhalten sind
praktisch ausgeschaltet. Folgende Verhaltensweisen sind
empfehlenswert:
- Lenkung gerade halten bzw. in der Kurve Lenkradeinschlag
keinesfalls erhöhen und warten bis der Fahrbahnkontakt fühlbar ist,
erst dann gefühlvoll in die gewünschte Fahrtrichtung lenken
- Erst nach wiederhergestelltem Fahrbahnkontakt bremsen! Die Räder
würden sonst stehenbleiben und am Ende des Aquaplaningbereiches die
Haftung nicht völlig gleichzeitig bekommen - unkontrollierte
Fahrzeugbewegungen sind in diesem Fall fast unvermeidbar
- Auskuppeln bzw. vom Gas gehen bei Fahrzeugen mit
Automatikgetriebe. Bei Fahrzeugen mit Hinterradantrieb muß nicht
ausgekuppelt werden, da nur sehr selten auch die Hinterräder
"aufschwimmen" und daher die Motorbremswirkung zum Tragen kommt.
Vermindert werden kann das Risiko durch richtige Reifen, die schon
bei einer Profiltiefe von etwa 2 - 3 mm durch einen neuen ersetzt
werden sollten. Das gesetzliche Mindestmaß beträgt 1,6 mm. Bei der
Wahl der Fahrtlinie sollte nicht direkt in den Spurrillen des
Fahrstreifens gefahren werden, sondern den örtlichen Gegebenheiten
entsprechend etwas rechts oder links davon.
Insgesamt verunglückten 14 Menschen in der Woche vom 14. - 20.
Juli 1997 auf Österreichs Straßen tödlich. Mehr als ein Drittel (5)
der schweren Unfälle waren Alleinunfälle.
Bitte beachten Sie auch die Aussendung des BM f. Inneres (OTS0074).
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Rückfragehinweis: KfV/Pressestelle
Mag. Susanne Tomandl
Tel. (0222) 71770-0
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