8 Menschenopfer im regennassen Wochenendverkehr

KfV-Tips bei Aquaplaning

Wien (OTS) - Die starken Regenfälle in ganz Österreich und eine der Wettersituation nicht angepaßte Geschwindigkeit ergaben am Wochenende im Straßenverkehr eine tödliche Kombination: 8 Menschen starben bei Verkehrsunfällen, die zur Hälfte überhöhtes Tempo als Hauptunfallursache hatten.

"Der einzig wirklich wirksame Schutz gegen Aquaplaning ist die Wahl einer entsprechenden Fahrgeschwindigkeit!", appelliert das KfV an alle Kfz-Fahrer. Bei Regen kann 80 km/h auf Fahrbahnen ohne Spurrillen als Richtwert für akute Aquaplaninggefahr angenommen werden. Ein Hilfsmittel: Fährt man hinter einem anderen Fahrzeug und verlaufen die Spuren, die dieses im Wasserfilm hinterläßt sehr schnell (bevor man selbst die Stelle passiert) so droht bereits Aquaplaning.

Verlieren die Reifen eines Fahrzeuges aufgrund von Aquaplaning den direkten Kontakt mit der Fahrbahn, so ist der Lenker weitgehend machtlos, seine Einflußmöglichkeiten auf das Fahrverhalten sind praktisch ausgeschaltet. Folgende Verhaltensweisen sind empfehlenswert:

- Lenkung gerade halten bzw. in der Kurve Lenkradeinschlag keinesfalls erhöhen und warten bis der Fahrbahnkontakt fühlbar ist, erst dann gefühlvoll in die gewünschte Fahrtrichtung lenken

- Erst nach wiederhergestelltem Fahrbahnkontakt bremsen! Die Räder würden sonst stehenbleiben und am Ende des Aquaplaningbereiches die Haftung nicht völlig gleichzeitig bekommen - unkontrollierte Fahrzeugbewegungen sind in diesem Fall fast unvermeidbar

- Auskuppeln bzw. vom Gas gehen bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe. Bei Fahrzeugen mit Hinterradantrieb muß nicht ausgekuppelt werden, da nur sehr selten auch die Hinterräder "aufschwimmen" und daher die Motorbremswirkung zum Tragen kommt.

Vermindert werden kann das Risiko durch richtige Reifen, die schon bei einer Profiltiefe von etwa 2 - 3 mm durch einen neuen ersetzt werden sollten. Das gesetzliche Mindestmaß beträgt 1,6 mm. Bei der Wahl der Fahrtlinie sollte nicht direkt in den Spurrillen des Fahrstreifens gefahren werden, sondern den örtlichen Gegebenheiten entsprechend etwas rechts oder links davon.

Insgesamt verunglückten 14 Menschen in der Woche vom 14. - 20. Juli 1997 auf Österreichs Straßen tödlich. Mehr als ein Drittel (5) der schweren Unfälle waren Alleinunfälle.

Bitte beachten Sie auch die Aussendung des BM f. Inneres (OTS0074).

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