Österreich: Rotes Kreuz fordert Reform der EH-Ausbildung für Autolenker Wien (ÖRK) - Das Österreichische Rote Kreuz (ÖRK) fordert eine

Reform der Erste-Hilfe-Ausbildung für Autolenker. Die seit 1973 geltende Regelung sei "eher unbefriedigend". Um ein Auto lenken zu dürfen, wird eine zweiteilige Prüfung verlangt. Um Erste Hilfe leisten zu können, muß jeder Führerschein-Kandidat aber nur nachweisen, daß er an einer sechsstündigen "Einweisung in lebensrettende Sofortmaßnahmen" teilgenommen hat.

"Das ist zu wenig", sagt Rotkreuz-Sprecher Mag. Bernhard Jany. Das Rote Kreuz fordert eine theoretische und praktische Erste-Hilfe-Prüfung der Führerschein-Kandidaten sowie eine regelmäßige Auffrischung der Kentnisse bei Führerschein-Besitzern. Zumindest was die Prüfung von Führerschein-Kandidaten angeht, sieht Jany keine Probleme: "Die Theorie könnte ohne großen Aufwand über jene Prüfungscomputer abgefragt werden, die ab Herbst in den
Fahrschulen für die theoretische Fahrprüfung bereitstehen. Praktische Prüfungen könnten die Ausbildner des Roten Kreuzes abnehmen."

Nachschulungen für Führerschein-Besitzer könnte ebenfalls das Rote Kreuz anbieten, sagt Jany weiter. Hier sei vorstellbar, nach einer gewissen Zeit brieflich zu einem Auffrischungskurs einzuladen. Angesichts von 1.000 Verkehrstoten und mehr als 42.000 Verletzten allein im Vorjahr sollte die Notwendigkeit von Erste-Hilfe-Kenntnissen kein Thema sein. Eine Nachschulung müßte nur wenige Stunden dauern, eine Prüfung sei nicht notwendig.

Sinnvoll wäre es, spätestens alle fünf Jahre zu einer Nachschulung einzuladen, und Jany weiter: "Wer kann sich nach Jahren ohne Übung noch an den ‘Rautek-Griff’ oder an den richtigen Rhythmus bei Beatmung und Herzmassage erinnern?" Jährlich würden etwa 51.000 Führerschein-Kandidaten in sechs Stunden in den 2lebensrettenden Sofortmaßnahmen" unterwiesen. Ideal wäre der Besuch eines 16stündigen Kurses: "Ausführlich erlernte und geübte Erste Hilfe kann nicht nur im Straßenverkehr, sondern überall Leben retten!"

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21.7.1997

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