Rumänien - ein "neuer" Exportmarkt

Besondere Chancen für Bauwirtschaft - WKÖ-Wirtschaftsmission nach Bukarest und Cluj

Wien (PWK) - Während es in den meisten Ländern Mittel- und Osteuropas immer schwieriger wird, den Marktvorsprung gegenüber der internationalen Konkurrenz zu halten, erzielt die österreichische Wirtschaft in Rumänien beachtliche Marktanteilsgewinne. Österreichs Anteil an den rumänischen Gesamtimporten ist zwischen 1994 und 1996 von 2,47 auf 3,32 Prozent angestiegen, errechnet der Rumänien-Referent der Wirtschaftskammer Österreich, Nikolaus Seiwald. ****

Rumänien, das unter seiner neuen Regierung einen energischen Kurs in Richtung Marktwirtschaft eingeschlagen hat, bietet große Möglichkeiten für wirtschaftliche Zusammenarbeit, so Seiwald.

Trotz der immer noch prekären Wirtschaftslage sei ein deutlicher Wirtschaftsoptimismus zu spüren: die Investitionen boomen, der Kapitalmarkt entwickelt sich rasant. Österreich konnte dank seiner gut ausgebauten Osthandelsstruktur die neuen Chancen rascher nutzen als viele Mitbewerber.

Derzeit gibt es bereits 1.300 österreichische Beteiligungen an rumänischen Unternehmen, wobei Dienstleistungsbetriebe (Handel, Banken) ebenso vertreten sind wie Produktionsbetriebe und landwirtschaftliche Unternehmen. Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund hundert Millionen S steht Österreich an elfter Stelle der Auslandsinvestoren.

Österreichs Exporte nach Rumänien entwickeln sich sprunghaft:
nachdem schon 1995 ein Zuwachs von 40 Prozent gegenüber 1994 erzielt wurde, stiegen die Ausfuhren 1996 um weitere 30 Prozent auf 3,32 Mrd S an. Die östereichischen Einfuhren aus Rumänien lagen 1996 bei 1,9 Mrd S

Die besten Chancen für österreichische Firmen in Rumänien bietet laut Seiwald der Bausektor, da in diesem Bereich ein immenser Nachholbedarf besteht. Aber auch für Konsumwaren, Lebensmittel, Maschinen, Metallwaren und Fahrzeuge ist Rumänien überaus aufnahmefähig. Österreichische Unternehmen verhandeln derzeit über Auftragsvolumen von insgesamt 1,5 Mrd S, weiß Seiwald. Dabei handelt es sich unter anderem um Hotelbauten (insbesondere das Grand Hotel in Bukarest), Autobahn-, Eisenbahn- und Kraftwerksprojekte.

Österreichs Wirtschaft bemüht sich aktiv um den rumänischen Markt:
im Herbst reist Wirtschaftsminister Farnleitner in Begleitung einer Wirtschaftsdelegation nach Bukarest, im September führt die Wirtschaftskammer Österreich eine Mission nach Bukarest und Cluj (Klausenburg), im Oktober organisiert das WIFI eine Gemeinschaftsausstellung auf der Internationalen Messe Bukarest TIB.

Das Interesse der österreichischen Firmen am rumänischen Markt ist groß, bemerkt Seiwald, der sich noch bessere Rahmenbedingungen für den Handelsverkehr wünschen würde, wie raschere Visaerteilung für rumänische Geschäftsleute, Finanzierungsvereinbarungen und bessere Verkehrsverbindungen.

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WKÖ, AW-Abteilung
Tel. 01/50105-4215

Dr. Nikolaus Seiwald

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