Österreich: "Reizthema" Pollen Wien (ÖRK) - Die meisten Menschen nehmen sie gar nicht wahr. Doch für immer mehr werden Blütenpollen zu einem im wahrsten Sinne des

Wortes Reizthema. Sie verursachen juckende und tränende Augen, rinnende Nasen, Kitzeln am Gaumen, Atemnot - mit einem Wort Heuschnupfen. "Kein Schicksal, dem man sich bedingungslos ergeben muß", meint dazu Dr.Heinz Peter Slatin, Chefarzt des Österreichischen Roten Kreuzes.

Es gelte zunächst mit einem Test festzustellen, auf welche Pollen jemand allergisch reagiere, sagt Dr.Slatin. Dabei sei auch zu beachten, daß Empfindlichkeiten sich ändern können. Allergien könnten verschwinden, andere hinzukommen. "Ist einmal bekannt, von welchen Pollen Gefahren ausgehen, leisten Pollenwarndienste eine gute Hilfe", so Dr.Slatin. "Der Allergiker erfährt genau, wann welche Pollen wo durch die Luft schwirren und kann solche Plätze dann meiden."

Reagiert jemand beispielsweise auf Beifuß-Pollen allergisch, dann sollte er sich im August in der Früh und zu Mittag nicht im Freien aufhalten und Fenster zu dieser Zeit geschlossen halten. Besonders viele Pollen sammeln sich in Kleidung und im Haar an. Kleidung sollte daher nach dem Tragen gründlich ausgeschüttelt und nicht im Schlafzimmer aufbewahrt werden. Eine gründliche Haarwäsche trägt ebenfalls dazu bei, über Nacht die Pollenbelastung im Schlafzimmer zu senken. Auch Filter in der Lüftungsanlage des Autos helfen.

Übrigens lösen nicht nur Pollen Heuschnupfen aus. "Auch Hausstaubmilben, Tierhaare oder Pilze könne allergische Reaktionen auslösen", so Dr.Slatin. Auch hier sei es zunächst angebracht, durch einen Allergietest den genauen Auslöser bestimmen zu lassen und dann eine entsprechende Behandlung festzulegen.

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14.7.1997

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