Haiden: Ehrliche Pensionsdiskussionen ohne Tabus!

FWVÖ wehrt sich gegen Attacken auf Selbständige

Wien (OTS) "Weiterbringen kann uns nur eine Pensionsdiskussion, die ehrlich, aber ohne Tabus geführt wird und der dann auch nachhaltige Reformen folgen!" Für den Präsidenten des Freien Wirtschaftsverbandes (FWVL), Dr. Rene Alfons Haiden, können mittelfristig nur Maßnahmen zur Harmonisierung und Transparenz der Pensionssysteme eine Lösung bringen. Haiden beim Wirtschaftskammertag am Freitag in Wien: "Dann ist auch endlich Schluß mit den unberechtigten Vorwürfen, die Selbständigen könnten ihre Pension nur durch Staatszuschüsse sichern!"

Die Probleme des österreichischen Pensionssystems müßten jedoch sicherlich ohne Tabus diskutiert werden. Haiden: "Von Realitätsverweigerung halten wir im Freien Wirtschaftsverband jedenfalls nichts!" Die Diskussion müsse aber fair und transparent geführt werden. Damit könne vor allem der Vorwurf aus der Welt geschafft werden, daß die Pensionsversicherung der Selbständigen den zweitniedrigsten Eigenfinanzierungsanteil nach den Bauern aufweise, was Haiden besonders stört.

In Österreich wird man derzeit durchschnittlich mit dem 36. Lebensjahr selbständig und hat daher zwischen 15 und 20 Jahre Beiträge an eine andere Sozialversicherung (PV Ang., PV Arb., usw.) bezahlt. Diese Beiträge verbleiben bei diesen Anstalten, erhöhen dort den Deckungsgrad und senken ihn bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft, die dann dem Selbständigen die Pension auszahlen muß. Schon allein die Anrechnung dieser Umverteilung würde den Deckungsgrad der Selbständigen-Versicherung wesentlich anheben.

Daneben erhalten die Selbständigen kaum etwas aus dem großen Topf der Pensionsausgleichskasse zurück, in den sie aber über den Arbeitgeberbeitrag massiv einzahlen. Der gesetzlich festgeschriebene Ausgleichsbetrag zum Entfall des ehemaligen Gewerbsteuer-Zerlegungsanteils sei in der bisherigen Diskussion überhaupt unerwähnt geblieben. "Rechnet man alle diese Faktoren zusammen, dann beträgt der Deckungsgrad bei den Selbständigen bereits 80 Prozent!", was bedeute, so Haiden, daß die Unternehmer den höchsten Eigenfinanzierungsgrad in der Pensionsversicherung aufweisen. "Eine Beitragserhöhung kann daher keine Lösung für unser Problem sein!", stellte Haiden fest.

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