Feuerwehrolympiade in Dänemark

Österreichs Feuerwehrelite greift nach Gold

Wien (OTS) - Die Stadt Herning in Dänemark ist vom 6. bis 12. Juli 1997 Austragungsort der 11. Internationalen Feuerwehrwettkämpfe und des 11. Internationalen Wettbewerbes für Jugendfeuerwehren. Veranstalter dieser gemeiniglich als "Feuerwehrolympiade" bekannten Wettkämpfe ist der Internationale Feuerwehrverband CTIF (Comite Technique International De Prevention Et D"Extinction Du Feu).

Rund 3000 Feuerwehrwettkämpfer aus aller Welt werden zu diesem Internationalen Feuerwehr-Großereignis erwartet. Seit vielen Jahren ruht die Wettkampfleitung dieser Bewerbe in bewährten österreichischen Händen: Als Internationaler Wettkampfleiter fungiert Landesbranddirektor-Stv.Ing. Herbert Schanda aus Wiener Neustadt, NÖ. Wettbewerbsleiter für die Internationalen Jugendwettkämpfe ist der niederösterreichische Landesbranddirektor Wilfried Weissgärber aus St. Pölten.

Auch was die Wettkampfleistungen betrifft, ist Österreich tonangebend. Seit jeher mischen österreichische Feuerwehr-Wettkämpfer im internationalen Spitzenfeld mit. Das Können und die Leistungsfähigkeit unserer Feuerwehrleute haben Österreich in Feuerwehrkreisen hohes Ansehen verschafft. Nicht erst einmal standen Feuerwehr-Wettkämpfer aus Österreich am Siegerpodest. Die "Feuerwehrolympiade" in Herning besteht aus drei voneinander unabhängigen Wettkampfdisziplinen.

1. Traditioneller Wettkampf

Dabei sind von der jeweiligen Bewerbsgruppe - möglichst rasch und fehlerlos - ein Löschangriff und ein Staffellauf zu absolvieren. Die österreichischen Teilnehmer dieses Bewerbes:

Burgenland: Heiligenbrunn, Kärnten: Töplisch, Niederösterreich:
Eichendorf und Kürnberg, Oberösterreich: Weeg und Rutzenmoos, Salzburg: Uttendorf, Steiermark: Götzendorf, Tirol: Ainet, Vorarlberg: Lustenau.

2. Sportwettkampf

Zweifelsohne die spektakulärsten Bewerbe bei diesen Internationalen Feuerwehrwettkämpfen. Dabei sind die Einzeldisziplinen 100 Meter Hindernislauf, 4 x 100 Meter Feuerwehrhindernisstaffel, Aufstieg mit der Hakenleiter sowie ein Löschangriff, bei dem "nass" gearbeitet wird, zu bewältigen. Die österreichischen Sportwettkampfgruppen: Vöcklabruck, OÖ, Frankenburg, OÖ und Wiener Neustadt, NÖ.

3. Jugendfeuerwehrwettbewerb

Im Gegensatz zu den zuvor kurz beschriebenen, im Abstand von vier Jahren stattfindenden Bewerben, werden Internationale Feuerwehrjugendwettbewerbe alle zwei Jahre abgehalten. Diese Notwendigkeit ergibt sich aus der altersmäßig limitierten Zugehörigkeit zur Feuerwehrjugend.

Die Feuerwehrjugendlichen müssen eine Feuerwehrhindernisübung (mit Löschangriff) sowie einen 400 Meter-Staffellauf bewältigen. Seit 1977 sind Jugendbewerbsgruppen aus Österreich stets im Spitzenfeld zu finden. Bei den Internationalen Jugendbewerben 1995 in Arco/Italien gab es mit den Feuerwehr-Jugendgruppen Tragwein und St. Martin/Mühlkreis, beide OÖ, einen österreichischen Doppelsieg. Verstärkt durch die oberösterreichische Gruppe aus Erdmannsdorf, Sieger der Bundesbewerbe 1996 in Pinkafeld, werden Österreichs Farben in Herning durch diese drei oberösterreichischen Gruppen vertreten.

Am kommenden Wochenende reisen die Wettkämpfer nach Dänemark ab. Am Montag beginnt bereits das offizielle Training. Die Eröffnungsfeier der Feuerwehrolympiade findet am Abend des 9. Juli statt. Donnerstag und Freitag werden die Wettkämpfe ausgetragen, die Siegerverkündung ist am Samstag, 12. Juli um 10 Uhr.

Wird ein Österreicher CTIF-Präsident?

Parallel zu den Wettkämpfen findet in Herning die Neuwahl des Internationalen Feuerwehrpräsidenten" statt. Der amtierende CTIF-Präsident Gunnar Haurum aus Dänemark wird nicht mehr kandidieren. Der Österreichische Bundesfeuerwehrverband hat daher den bisherigen CTIF-Vizepräsidenten, Bundesfeuerwehrrat Dr. Alfred Zeilmayr, Magistratsdirektor der Stadt Wels, OÖ, nominiert. Sein Gegenkandidat ist der derzeitige CTIF-Generalsekretär Francois Maurer aus Frankreich.

Bei einem Wahlgewinn wäre Zeilmeyr nach dem legendären Wiener Feuerwehr- und Polizeichef Josef Holaubek der zweite von Österreich gestellte Präsident des Internationalen Feuerwehrverbandes CTIF.

Informationen

Sobald Ergebnisse der Feuerwehrolympiade bzw. der Wahl des CTIF-Präsidenten feststehen, werden wir diese über APA-/OTS an Sie weiterleiten lassen.

Eine weitere Medieninformations- und Auskunftsstelle ist im Landesfeuerwehrkommando Oberösterreich eingerichtet. Tel.: 0732/770 122-0

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