Zahl der Beschäftigten im Tourismus stabil

Im Juni erstmals mehr vorgemerkte Arbeitslose - Tourismus hat das Potential für neue Arbeitsplätze

Wien (PWK) - Der Gesamtbeschäftigtenstand im Bereich Gastronomie und Hotellerie hat sich im laufenden Jahr bis Mai (Juni-Zahlen liegen noch nicht vor) gegenüber dem Vorjahr erhöht. Im April waren 122.991 (plus 1,2 Prozent) und im Mai 134.627 Personen (leichtes Plus) beschäftigt. "Damit hat sich der unter schwierigen Bedingungen arbeitende Tourismus einmal mehr als stabiler Beschäftigungsmotor in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit erwiesen", kommentiert der Obmann der Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft, Komm.Rat Hansjörg Kröll, die jüngsten Arbeitsmarktdaten. ****

Nach Angaben des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger hat sich die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen im Beherbergungs- und Gaststättenwesen von Februar bis Mai in allen Monaten gegenüber den Vergleichszeiträumen des Vorjahres reduziert. Im Juni 1997 war die Zahl mit 28.590 allerdings um 2.180 Personen oder 7,6 Prozent höher als im Juni 1996.

Zum negativen Juni-Ergebnis könnte durchaus der Umstand beigetragen haben, daß das Sozialministerium, wie berichtet, in diesem Jahr die Saisonnierkontingente extrem spät bewilligt. Deshalb konnten etliche Betriebe, wie beispielsweise im Burgenland und in Tirol, nicht wie geplant aufsperren, wodurch bestehende Arbeitsplätze in- und ausländischer Mitarbeiter gefährdet waren.

Nach wie vor sind verschiedene, für den Betrieb eines Tourismusunternehmens unverzichtbare Arbeitsplätze, ob im Service oder in der Küche, nicht mit Inländern zu besetzen. Erst eine Anpassung der nach überwiegender Meinung zu weit gezogenen "Zumutbarkeitsgrenzen" würde eine Entlastung der dringend Mitarbeiter suchenden Tourismusbetriebe und letztlich auch des Steuerzahlers mit sich bringen. "Derzeit ist es, auch bei bester Bezahlung, vielfach unmöglich, Küchenpersonal oder Stubenmädchen zu bekommen. Und ohne diese Kräfte kann ein Betrieb nun einmal nicht funktionieren", appelliert Kröll an den Sozialpartner, endlich Realitätssinn zu zeigen und nicht die Zahl der - oft unvermittelbaren - "vorgemerkten Arbeitslosen" in den Vordergrund zu stellen.

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Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft

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