Linotype-Hell AG: Linotype-Hell AG und Heidelberger Druckmaschinen AG beschließen Verschmelzungsvertrag

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Die Vorstände der
Linotype-Hell AG und der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) haben in einer gemeinsamen Sitzung am 29. Juni 1997 den Entwurf eines Verschmelzungsvertrages für die beiden Unternehmen unterzeichnet, der einen Umtauschkurs für die noch nicht im Eigentum von Heidelberg befindlichen Linotype-Hell- Aktien vorsieht. Demnach wird der Mehrheitsaktionär Heidelberg die freien Linotype-Hell-Aktien zu einem Stückpreis von 44,04 DM in Heidelberg-Anteile umzutauschen. Dies bedeutet, daß den Aktionären der Linotype-Hell AG für jeweils fünf Inhaberaktien im Nennbetrag von DM 50.- zwei Inhaberaktien von Heidelberg im Nennbetrag von je DM 5.- übertragen werden. Das festgelegte Umtauschverhältnis beruht auf einem Bewertungsgutachten der Wirtschaftsprüfungs- gesellschaft KPMG, Frankfurt. In ihrem Gutachten hat KPMG die Heidelberg-Gruppe mit DM 5,5 Milliarden bewertet, Linotype-Hell mit DM 105 Millionen. Das Umtauschverhältnis wurde von einem gerichtlich bestellten Prüfer geprüft und für richtig befunden.

Die Aufsichtsräte beider Unternehmen haben diesen Beschluß auf ihren Sitzungen am 30. Juni 1997 gebilligt. Dem Verschmelzugsvertrag müssen die Linotype-Hell-Hauptversammlung am 29. August 1997 und die Heidelberg Hauptversammlung am 10. September 1997 zustimmen. Die Verschmelzung wird anschließend mit Eintragung in das Handelsregister wirksam. Zugleich geht das Vermögen der Linotype-Hell AG auf Heidelberg über.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 1996 mußte die Linotype-Hell AG bei einem Umsatz von 821,6 Millionen DM einen Verlust von 282 Millionen DM vor Sanierungszuschuß verbuchen. Beeinflußt wurde das Ergebnis unter anderem von dringend notwendigen, umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen. Heidelberg hat Linotype-Hell seit der Übernahme der Aktienmehrheit im November vergangenen Jahres insgesamt 165 Millionen DM als Sanierungszuschuß mit Besserungsschein zur Verfügung gestellt. Die Restrukturierungsmaßnahmen bei Linotype- Hell laufen plannmäßig und lassen eine Rückkehr in die Gewinnzone in zwei Jahren erwarten.

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