Prokop zu Seibersdorf: Land NÖ zeigt seit über einem Jahr Interesse

Niederösterreich, 26.6.97 (NÖI) "Das Land Niederösterreich
ist am weiteren Bestand des Forschungszentrum Seibersdorf in
seiner bisherigen Form sehr interessiert. Schließlich handelt
es sich mit 550 Beschäftigten um die größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung in Österreich", bezieht das Land Niederösterreich, vertreten durch LH-Stv. Liese Prokop Position
zu den geplanten Kündigungen von 125 Personen im
Forschungszentrum Seibersdorf.****

Das Land Niederösterreich hat bereits vor über einem Jahr gegenüber dem damaligen Wissenschaftsminister und der Geschäftsführung von Seibersdorf sein Interesse und seine Bereitschaft erklärt, sich an der Gesellschaft direkt zu beteiligen. "Wir gehen davon aus, daß eine Beteiligung des
Landes und die finanziellen Probleme der Seibersdorf-
Gesellschaft entschärfen kann. Weder Wissenschaftsminister
Einem noch die Geschäftsführer haben aber bisher auf unser Interesse reagiert", ist Prokop über die zögerliche Haltung von Ministerium und Geschäftsführung enttäuscht.

Für das Land Niederösterreich ist es absolut nicht nachvollziehbar, warum der Bund in einer Zeit wo in Österreich
S 145 Mio. S für Technologieinnovation bereitgestellt werden,
beim größten Forschungszentrum 23% der Belegschaft gekündigt werden soll.

Völlig unverständlich ist für Prokop auch, daß selbst behinderte Mitarbeiter und Lehrlinge von der Kündigung bedroht
sein sollen. "Erst vor kurzem hat die Belegschaftsvertretung
von Seibersdorf dem Land Niederösterreich angeboten, in einem Lehrlingsverbund 15 zusätzliche Lehrlinge in neuen
Zukunftsberufen wie Haustechniker oder Kommunikationstechniker auszubilden. Wir sind sehr daran interessiert, hier zu einer Kooperation mit Seibersdorf zu gelangen", so Prokop
abschließend.

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