- 25.06.1997, 13:52:58
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Hauptverband meldet Rekordtief bei Krankenständen
. Geppert: "Niedrigster Stand seit 1956"
Wien (OTS) - Der Hauptverband der österreichischen
Sozialversicherungsträger veröffentlichte heute, Dienstag, die
neuesten Ergebnisse der Krankenstandsstatistik: Demnach waren 1996
Arbeiter und Angestellten durchschnittlich 14,0 Kalendertage im
Krankenstand. "Das ist der niedrigste Wert seit 1956, dem Jahr, in
dem das ASVG in Kraft trat", sagte dazu Dr. Walter Geppert,
Generaldirektor des Hauptverbandes. Der Rückgang begann übrigens
bereits 1990.
Im Jahr 1996 wurden bei Arbeitern und Angestellten insgesamt
2.917.562 Krankenstandsfälle gemeldet, was einen Rückgang von 130.830
Fällen (-4,3%) gegenüber dem Jahr 1995 bedeutet. Die Gesamtzahl der
Krankenstandstage ging von 40.280.958 Tagen im Jahr 1995 um -6,7% auf
37.591.022 Tage im Jahr 1996 zurück. Der Rückgang ist bei allen
Altersgruppen, in allen Bundesländern und auch bei längeren
Krankenständen feststellbar.
Die bisherigen Höchstwerte gab es im Jahr 1957 mit 17,6 und im
Jahr 1980 mit 17,4 Tagen. Das Rekordtief könnte, so Geppert, mit dem
Rückgang bei den Kuren zusammenhängen, die in der Regel mit
Krankenständen verbunden sind. Möglicherweise ist dafür auch die
Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage selbst mitverantwortlich. Die
ersten Zahlen des Jahres 1997 lassen nach Geppert darauf schließen,
daß der Trend bei den Krankenstandstagen weiter sinkend ist. "Wir
hoffen, daß sich das mittelfristig nicht negativ auf den
Gesundheitszustand der Österreicherinnen und Österreicher auswirken
wird", betonte Geppert.
In den vergangenen Jahren haben sich die Krankenstandstage je
Beschäftigten wie folgt entwickelt:
1987....14,6
1988....14,8
1989....15,3
1990....15,2
1991....15,3
1992....15,2
1993....15,1
1994....14,9
1995....14.9
1996....14,0
Rückfragenhinweis: Hauptverband der österreichischen
Sozialversicherungsträger Pressestelle: 01-71132-1123
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