Hauptverband meldet Rekordtief bei Krankenständen

. Geppert: "Niedrigster Stand seit 1956"

Wien (OTS) - Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger veröffentlichte heute, Dienstag, die neuesten Ergebnisse der Krankenstandsstatistik: Demnach waren 1996 Arbeiter und Angestellten durchschnittlich 14,0 Kalendertage im Krankenstand. "Das ist der niedrigste Wert seit 1956, dem Jahr, in dem das ASVG in Kraft trat", sagte dazu Dr. Walter Geppert, Generaldirektor des Hauptverbandes. Der Rückgang begann übrigens bereits 1990.

Im Jahr 1996 wurden bei Arbeitern und Angestellten insgesamt 2.917.562 Krankenstandsfälle gemeldet, was einen Rückgang von 130.830 Fällen (-4,3%) gegenüber dem Jahr 1995 bedeutet. Die Gesamtzahl der Krankenstandstage ging von 40.280.958 Tagen im Jahr 1995 um -6,7% auf 37.591.022 Tage im Jahr 1996 zurück. Der Rückgang ist bei allen Altersgruppen, in allen Bundesländern und auch bei längeren Krankenständen feststellbar.

Die bisherigen Höchstwerte gab es im Jahr 1957 mit 17,6 und im Jahr 1980 mit 17,4 Tagen. Das Rekordtief könnte, so Geppert, mit dem Rückgang bei den Kuren zusammenhängen, die in der Regel mit Krankenständen verbunden sind. Möglicherweise ist dafür auch die Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage selbst mitverantwortlich. Die ersten Zahlen des Jahres 1997 lassen nach Geppert darauf schließen, daß der Trend bei den Krankenstandstagen weiter sinkend ist. "Wir hoffen, daß sich das mittelfristig nicht negativ auf den Gesundheitszustand der Österreicherinnen und Österreicher auswirken wird", betonte Geppert.

In den vergangenen Jahren haben sich die Krankenstandstage je Beschäftigten wie folgt entwickelt:

1987....14,6
1988....14,8
1989....15,3
1990....15,2
1991....15,3
1992....15,2
1993....15,1
1994....14,9
1995....14.9
1996....14,0

Rückfragenhinweis: Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger Pressestelle: 01-71132-1123

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