Wirtschaft warnt Unternehmen vor "Förderfalle"

Nicht Ausmaß der Förderung, sondern Eignung des Jugendlichen muß bei Aufnahme entscheidend sein

Wien (PWK) - "Gerade weil Lehrverträge nach Ablauf der Probezeit praktisch nicht lösbar sind, muß man die Betriebe eindringlich davor warnen, bei der Aufnahme von Lehrlingen primär die Förderungen und weniger die Eignung der Jugendlichen zu sehen, stellt Dr. Georg Piskaty, Leiter der Gruppe Bildung in der Wirtschaftskammer Österreich, im Zusammenhang mit den letzten AMS-Förderungen fest. "Manche dieser Förderungen können sich zu einer Förderfalle entwickeln, wenn etwa schlechte Schüler gegenüber guten Schulabgängern bevorzugt werden, nur weil für schlechtere Schulabsolventen eben Förderungen verfügbar sind". ****

"Wenn bereits jetzt eine Krise am Lehrstellenmarkt herbeigeredet wird und durch zahlreiche vorauseilende Aktionen das Funktionieren des Marktes tatsächlich beeinträchtigt wird, ist das nach Ansicht der Wirtschaft problematisch. So richtig es ist, von Experten Notprogramme vorbereiten zu lassen, so problematisch ist das Einsetzen von Förderungen, ohne daß Notsituationen tatsächlich schon eingetreten sind.

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Tel.: 50105/4072Dr. Georg Piskaty

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