KS Karl Ridderbusch ist nach langer, schwerer Krankheit am Samstag nachmittag in Wels verstorben

Wien (OTS) - Kurz nach seinem 65. Geburtstag erlag der in Recklinghausen, Deutschland, geborene Sänger einem schweren Herzleiden. KS Ridderbusch hatte in den letzten Jahren seines Lebens die österreichische Staatsbürgerschaft angenommen, da er mit einer gebürtigen Welserin, mit der er auch zwei Söhne hat, verheiratet und auch in Wels wohnhaft war.

Ursprünglich sollte der aus dem Ruhrgebiet stammende Sänger Ziegelei-Ingenieur werden und im väterlichen Betrieb arbeiten. Bei einem Amateurwettbewerb der Herzog-Filmgesellschaft in Düsseldorf wurde er durch den berühmten Tenor Rudolf Schock entdeckt. Dieser setzte sich für seine Ausbildung ein und finanzierte einen Teil der Kosten seines Studiums an der Folkwang-Musikhochschule in Essen. 1961 debütierte er am Stadttheater von Münster; später ging er nach Essen und an die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf. Gastspiele brachten den Künstler u. a. nach London an die Covent Garden Opera, an die Metropolitan Opera in New York, an die Hamburgische Staatsoper, an die Mailänder Scala und an das Teatro Colón in Buenos Aires.

Er trat mit großem Erfolg sowohl bei den Bayreuther als auch den Salzburger Osterfestspielen auf.

An der Wiener Staatsoper war er 1967 zum ersten Mal als Crespel in Les Contes D'Hoffmann zu hören. Es sollten dann noch insgesamt 400 Vorstellungen (davon allein 46 Mal Rosenkavalier/Ochs sowie Aida/Ramphis, Don Giovanni/Komtur, Fliegender Holländer/Daland, Meistersinger von Nürnberg/Hans Sachs und Veit Pogner, Parsifal/Titurel und Gurnemanz, Verkaufte Braut/Kezal, Fidelio/Rocco - um nur einige seiner 30 Wiener Partien zu nennen) bis zu seinem letzten Auftritt als Waldner in Arabella 1988 folgen.

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