Handelsbilanz-Plus mit Argentinien kräftig ausgebaut

Österreichs Exporte 1996 um 31 Prozent gestiegen Import-Anstieg: 18 Prozent

Wien (PWK) - Die dynamische Wirtschafts-Entwicklung in Argentinien zieht immer mehr österreichische Unternehmen an, mit dem großen Andenstaat Geschäfte zu machen. Laut den eben erschienenen Zahlen des Österreichischen Statistischen Zentralamtes (ÖStat) nahmen Österreichs Exporte nach Argentinien im letzten Jahr um 31 Prozent zu. Lag der Lieferwert 1995 noch bei 711 Millionen, betrug er 1996 932 Millionen Schilling. "Dies hängt nicht zuletzt mit der erfolgreichen Zollunion MERCOSUR zusammen, der auch Argentinien angehört", erklärt Österreichs Handelsdelegierter in Buenos Aires, Josef Schwald. War manchen österreichischen Unternehmen Argentinien allein als Markt zu klein, gehört dem MERCOSUR fast ganz Lateinamerika an. ****

Für den MERCOSUR, dem weltweit viertgrößten Wirtschaftsraum, wird das größte Wirtschaftswachstum bis zum Jahr 2000 prognostiziert. In Argentinien selbst erwartet man für heuer ein BIP-Wachstum von 6 bis 7 Prozent, nachdem es 1996 bereits plus 4,4 Prozent waren. Im Außenhandel bilanzierte Argentinien 1996 ausgeglichen (23,7 Mrd. US-Dollar Ex- und Importe). Österreich lieferte hingegen bei weitem mehr nach Argentinien als von dort eingeführt wurde. Vor allem bei Maschinen und Industrieausrüstungen konnte sich Österreich als hochwertiger Lieferant etablieren. "Traditionell spielen auch pharmazeutische und chemische Erzeugnisse eine große Rolle, wozu sich neuerdings bedeutende Papierlieferungen gesellen", berichtet der Handelsdelegierte. Vorprodukte für die Industrie, optische Geräte, einzelne Konsumgüter wie Käse und Lodenmäntel finden ebenfalls ihre Abnehmer in Argentinien.

Einen Anstieg verzeichneten 1996 auch die Importe Argentiniens nach Österreich. Sie stiegen von 207 Millionen im Jahr 1995 auf 245 Millionen Schilling an, was einer Steigerung von 18 Prozent entspricht. Hierbei handelt es sich überwiegend um landwirtschaftliche Produkte, wie Öle und Fette (aus Soja und Sonnenblumen), Baumwolle, Wolle, Honig und Fleisch. Eine kleine Marktnische hat sich auch der argentinische Rotwein erobern können. Die positive österreichische Handelsbilanz mit Argentinien konnte durch den wesentlich kräftigeren Anstieg der heimischen Exporte 1996 weiter augebaut werden.

Zur weiteren Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Österreich und Argentinien wird Anfang September 1997 Wirtschaftsminister Hannes Farnleitner mit einer von der Wirtschaftskammer Österreich organisierten Unternehmer-Delegation eine Wirtschaftsmission in die ABC-Staaten (Argentinien, Brasilien und Chile) unternehmen. Heimische Firmen, die Projekte in dieser lohnenswerten Region anstreben, sind eingeladen, sich für ihre Teilnahme im Lateinamerika-Referat der Wirtschaftskammer Österreich (unter Tel. 01/50105 DW 4205) anzumelden.

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Dr. Walter Höfle

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