Verhandlungserfolg für Umweltdachverband ÖGNU: Mehr ökologische Anreize im ÖPUL 1998

Wien (OTS) - Einen beachtenswerten Verhandlungserfolg auch im
Sinne der Bauern konnte der Umweltdachverband ÖGNU bei den Verhandlungen zum "Österreichischen Programm für eine umweltgerechte Landwirtschaft (ÖPUL)" einfahren. Zahlreiche Mängel des vorangegangenen Programmes konnten ausgebessert werden. Die Eckdaten von ÖPUL 1998 sind:

- Die Basisförderung, früher Elementarförderung, muß vom Bauern mit einer weiteren Umwelt-Maßnahme verknüpft werden. In den Verhandlungen konnte erzielt werden, daß zwei wichtige ökologische Programme, wie die "Pflege ökologisch wertvoller Flächen" und "Neuanlage und Erhaltung von Landschaftselementen" in die vorgesehenen Maßnahmen aufgenommen wurden.

- Die Prämienerhöhung bei "Pflege ökologisch wertvoller Flächen von derzeit max. 7.500,-- Schilling auf max. 9.500,-- Schilling konnte in den Verhandlungen ebenfalls realisiert werden. Dadurch soll sichergestellt werden, daß die Kombination von ökologisch weniger anspruchsvollen Maßnahmen besser bezahlt wird.

- Für weitere wichtige Vorkehrungen, z. B. Einhaltung von Schnittzeiten, Bereitstellung von Flächen für ökologische Ziele, wurde sichergestellt, daß diese Projekte nur im Einvernehmen mit den Naturschutzbehörden der Länder festgelegt werden dürfen.

Die Nachjustierung von ÖPUL 1995 auf Grundlage des Evaluierungsberichtes soll Brüssel dazu bewegen, statt eines fixen Betrages in Zukunft 50 Prozent zu den Förderungen beizutragen. Das Fördervolumen beträgt derzeit insgesamt rund 7,4 Mrd. Schilling.

Kritikpunkte bleiben aufrecht

Der Umweltdachverband ÖGNU sieht trotz Zustimmung zu ÖPUL 1998 noch immer grundlegende strukturelle Schwächen dieses Programmpaketes (z. B. unzureichende regionale Abstimmbarkeit der Maßnahmen, Ökologisierung von Einzelflächen und nicht immer von Betrieben etc.). Der Umweltdachverband ÖGNU hält daher fest, daß eine grundsätzliche auch strukturelle Diskussion über ÖPUL 2000 stattfinden muß.

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