Klima läßt Tourismus im Regen stehen

Keine Freistellung der grenznahen Autobahnabschnitte - Kröll: Imageverlust höher als mögliche Mehreinnahmen

Wien (PWK) - Zwei zwischen der Wirtschaftskammer Österreich und
dem Wirtschaftsministerium abgesprochene Verbesserungen bei der Autobahnmaut drohen am Veto von Bundeskanzler Viktor Klima zu scheitern. Nach einem entsprechenden Einspruch des Bundeskanzlers mußten diese Punkte aus der vom Wirtschaftsminister vorgelegten Novelle zum Bundesstraßenfinanzierungsgesetz 1996 wieder eliminiert werden, da nur so die Zustimmung der Bundesregierung zur Weiterleitung an den Nationalrat zu erhalten war. ****

Dem Machtwort des Kanzlers zum Opfer gefallen sind die beabsichtigte Befreiung von der Mautpflicht auf den Autobahnstücken zwischen der Grenze und den ersten Abfahrtsstellen (sodaß auch hier Mautpflicht gegeben ist) sowie die geplante Monatsvignette. Diese war anstelle der bisherigen Zweimonatsvignette vorgesehen, wobei die flexibel geltende neue Monatsvignette billiger gewesen wäre als die bisherige Zweimonatsvignette. Als einzige Verbesserung enthält die Regierungsvorlage somit nur mehr die Flexibilisierung der Wochenvignette (während zehn aufeinanderfolgender Kalendertage).

"Es ist unverständlich, daß der Bundeskanzler dem Fremdenverkehr entgegen allen mehrfach vorgebrachten Argumenten derart in den Rücken fällt. Die heimische Tourismuswirtschaft steht, wie alle Untersuchungen bestätigen, vor einer der härtesten Sommersaisonen der letzten Jahre. Gerade jetzt, zu Saisonbeginn, kommt die Blockierung der zugesagten Verbesserungen einer Katastrophe gleich", kritisiert der Obmann der Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft, Komm.Rat Hansjörg Kröll, die kurzsichtige Haltung gegenüber den Interessen der Tourismuswirtschaft.

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