Mehr Wettbewerb mit klaren Spielregeln

Maderthaner: Neue Gewerbeordnung erleichtert den Zugang zum Unternehmertum beträchtlich

Wien (PWK) - Die Gewerbeordnungs-Novelle 1997 bringe wesentliche Erleichterungen für Österreichs Wirtschaft und setze große Schritte in Richtung Liberalisierung, betonte der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Leopold Maderthaner, bei der heutigen Parlamentsdebatte zur Gewerbeordnung (GWO). "Sie darf aber nicht eine Disqualifizierungsordnung werden, die ein riesiges Schlachtfeld 'jeder gegen jeden' eröffnet, wo letztendlich die Arbeiten liegen und die Betriebe auf der Strecke bleiben". ****

Klar sprach sich Maderthaner für die soziale Marktwirtschaft aus, wo jenen unter die Arme gegriffen werde, die gezielte und solidarische Hilfe wirklich nötig haben. "Ich bin für den Wettbewerb mit klaren Spielregeln, wo unternehmerisches Handeln und Wirtschaften Freude macht und wo sich staatliche Einflüsse im Interesse der Bürger und der Umwelt auf ein Minimum beschränken lassen". Die Wirtschaft sei bei den GWO-Verhandlungen deshalb so hart geblieben, da sich unter diesen Voraussetzungen auch die aktuellen Herausforderungen wie Globalisierung, Euro, Export- und F&E-Offensive von allen Beteiligten am besten meistern ließen. Darüberhinaus hänge auch die Qualität der Berufsausbildung von der Gesundheit der Betriebe ab.

Es sei im Interesse der vielen Unternehmerinnen und Unternehmer für die Gleichbehandlung verschiedener, unternehmerisch tätiger Gruppen und für ein gerechtes Anlagenrecht gekämpft worden - und es wurden tragbare Kompromisse erzielt, erklärte der Präsident. Was für einen kleinen Pizzabäcker gelte, müsse schließlich auch für eine gemeindeeigene Spitalsküche gelten, die als Nebenprodukt einen Pizzadienst betreibe. Und "was für einen Fleischhauer gilt, der wegen strengerer veterinärmedizinischer Auflagen seine Schlachterei zusperrt, muß auch für die Hausschlachtungen in der Landwirtschaft gelten".

Einerseits eröffne die neue Gewerbeordnung der Landwirtschaft mehr Möglichkeiten zur Direktvermarktung ihrer weiterverarbeiteten Produkte und sichere andereseits, daß gewerbliche Betriebe nicht benachteiligt werden, betonte Maderthaner.

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