• 06.06.1997, 11:36:31
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  • OTS0122

Prokop: Sozialpolitik bleibt Eckpfeiler in Landespolitik

Bestehende Angebote und Strukturen sollten effizienter und treffsicherer genutzt werden

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Niederösterreich, 6.6.(NÖI) "Die Sozialpolitik oder anders
ausgedrückt die Garantie der sozialen Sicherheit wird auch in
Zukunft einer der wesentlichsten Eckpfeiler in der
Landespolitik sein", so Landeshauptmann-Stv. Liese Prokop in
ihrem Abschlußreferat. ****

Prokop dankte dem Finanzlandesreferenten Landesrat Mag.
Edmund Freibauer, der den vorliegenden Budgetentwurf für das
Jahr 1998 unter das Motto 'Solid und Solidarisch' gestellt hat.
"Der Sozial- und Gesundheitsbereich gehört somit zu jenen
Bereichen, die gegenüber dem heurigen Jahr keine Kürzung,
sondern im Gegenteil eine wesentliche Steigerung erfahren wird.
Das ist ein klares Bekenntnis zur sozialen Sicherheit in
unserem Land", so Prokop.

Einen besonderen Hinweis gab es von Prokop auf den jüngsten
Bedarfs- und Entwicklungsplan für die Pflegevorsorge in
Niederösterreich. Darin heißt es, daß man die zivilen und
moralischen Standards unserer Gesellschaft auch daran messen
werde, wie mit dem Alter, mit Behinderungen und sozial
benachteiligten Menschen umgegangen wird. Dabei könne eine
Politik behilflich sein, die ihre Entscheidungen umsichtig und
von langer Hand vorbereitet trifft und die Mitteln klug
einsetzt. Die Politik allein ist in dieser Aufgabe allerdings
überfordert. Es bedarf der Zusammenarbeit mit der Wissenschaft,
den Medien und der Anstrengung aller gesellschaftlichen Kräfte,
so die Empfehlung dieses Planes.

Für die Zukunft einer finanzierbaren Sozialpolitik sieht
Prokop vier wesentliche Schwerpunkte:
o Die gezielte Förderung der Eigenverantwortung und
Eigenleistung vor staatlicher Bevormundung,
o die Hilfe zur Selbsthilfe,
o Hilfe zu einem menschenwürdigen Leben für jene zu geben, die
sich nicht selbst helfen können und
o Priorität der ambulanten Versorgung vor der stationären
Vorsorge.
Als konkrete Beispiele nannte Prokop den Ausbau der
Hauskrankenpflege und die Schaffung von Pflegebetten in
sozialen Einrichtungen des Landes.

"Neue Wege und neue Ansätze fordern den Mut zu Veränderungen
der bestehenden Strukturen. Ich bin aber überzeugt, daß durch
eine möglichst breite Einbeziehung aller in der Sozialarbeit
Tätigen und durch die Konzentration der Hilfe der öffentlichen
Hand auf jene, die sich nicht selbst helfen können, es gelingen
sollte die soziale Sicherheit zu garantieren", schloß Prokop.

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NNV/NÖI

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