• 05.06.1997, 11:11:48
  • /
  • OTS0096

Einladung zur ÖLSF - Podiumsdiskussion mit SpitzenpolitikerInnen im Rathaus zum Thema: Ring Frei - Wir fordern die rechtliche Gleichstellung von Lesbisch/schwulen/transgender Lebensgemeinschaften

Wien (OTS) - Zeit: am 10.6.1997, 20 Uhr, Wappensaal des Rathauses,
Eingang Lichtenfelsgasse, Feststiege II

Es diskutieren:

Katja Hampala (Juristin)
Irmtraut Karlsson (NR-Abgeordnete d. SPÖ)
Ulrike Lunacek (Bundesgeschäftsführerin d. Grünen)
Christian Perner (Rechtsanwalt)
Heide Schmidt (Klubobfrau d. LiF)
Günter Tolar (ORF)

Moderation: Doris Knecht (stellv. Chefred. d. Falter)

Der Forderungskatalog des ÖLSF, der die rechtliche Absicherung von
PartnerInnenschaften unabhängig vom Geschlecht einmahnt, wurde schon
von zahlreichen Persönlichkeiten aus Politik und Kultur unterzeichnet
und soll nun auch auf parteipolitischer Ebene diskutiert werden. Zu
den UnterzeichnerInnen gehören bisher u.a. Peter Kostelka, Hannes
Swoboda, Caspar Einem, Volker Kier, Ingrid Nikolay-Leitner, Kurt
Scholz, Ulrike Lunacek, Terezija Stoisits.

Daß eine gänzlich neue Institution und nicht eine Kopie der Ehe
gefordert wird, sorgt sowohl in der Öffentlichkeit als auch in der
Lesben- und Schwulenszene für kontroverse Diskussionen. Tatsächlich
fordert das ÖLSF nicht nur die Gleichstellung mit heterosexuellen
Lebensgemeinschaften, sondern tritt für die Institutionalisierung
einer PartnerInnenschaft, die modernen Beziehungen entspricht, ein.
Diese PartnerInnenschaft muß weder auf einer Wohn- noch auf einer
Wirtschaftsgemeinschaft basieren, sie ist auch nicht auf lebenslange
Dauer ausgerichtet. Trotzdem muß es - so das ÖLSF - möglich sein, auf
der Basis einer Beziehung z.B. einen Mietvertrag gemeinsam
einzugehen, zu ver/erben, das Recht auf den Zuzug und Aufenthalt
eines/einer ausländischen PartnerIn oder auch nur das Auskunftsrecht
im Spital zu erlangen.

Die rechtliche und wirtschaftliche Privilegierung der Ehe
gegenüber hetero- und homosexuellen PartnerInnenschaften ist in
Nordeuropa schon größtenteils aufgehoben, auch in den USA ist in
einigen Staaten die rechtliche Verankerung, mittlerweile sogar die
Ehe, für Lesben und Schwule möglich. In Österreich hingegen sind auch
die elementarsten Menschenrechte für Lesben und Schwule nicht
gesichert. So passieren gerade im Bereich von Lebensgemeinschaften
krasse Fälle von Diskriminierung von Lesben und Schwulen. Einige
konkrete Fälle sollen an diesem Abend zur Sprache kommen.

Rückfragehinweis: ÖLSF
Diana Voigt, Hannes Sulzenbacher
Tel.: 533 31 91

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel