Internationale Naturstein-Fachmesse Stone+tec 97 in Nürnberg / Globales Fachforum für 1.050 Direktaussteller aus 48 Ländern und 45.000 Fachbesucher aus aller Welt

Nürnberg (OTS) - Deutsche Natursteinwirtschaft mit über 5 Mrd. Umsatz

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Weltweit sind über 1.500 verschiedene Natursteinvarietäten am Markt verfügbar und täglich werden es mehr. 70.000 Unternehmen gewinnen, bearbeiten und handeln mit Naturstein, bringen das edle Material in vielfältige Anwendungen. Internationaler Treffpunkt für die Natursteinwirtschaft ist in den kommenden vier Tagen Nürnberg. Auf der internationalen Fachmesse Stone+tec 97 präsentieren rund 1.050 direkt (+10 %) und 150 zusätzlich vertretene Unternehmen aus 48 Ländern das globale Angebot an Naturstein, seine Gewinnungs-, Be- und Verarbeitungstechnik sowie für Pflege, Restaurierung, Grabmal und Grabkunst. Insgesamt beteiligen sich neben den 424 deutschen Unternehmen 620 aus weiteren 46 Ländern. Italien, das Mutterland der Steine, nimmt dabei eine besondere Stellung ein: Rund 300 italienische Unternehmen sind auf der Stone+tec präsent - eine Messe in der Messe!
Die Stone+tec ist eine Eigenveranstaltung der NürnbergMesse. Geschäftsführer Bernd A. Diederichs erwartet in den kommenden vier Tagen über 45.000 Fachbesucher, mehr als 10.000 davon aus aller Welt.

Wirtschaftliche Situation durch Internationalisierung gekennzeichnet
Die zunehmende Wertschätzung von Naturstein hat in den letzten Jahren weltweit zu Überinvestitionen sowohl in der Gewinnung als auch in der Verarbeitung geführt. Dem international zunehmenden Wettbewerb auf der Angebotsseite steht eine Konzentration auf der Nachfrageseite in Form von hart um den Preis feilschenden Generalunternehmungen gegenüber. Diese Sachlage beeinträchtigt die Preissituation für Naturstein-Bauleistungen nach Einschätzung des Deutschen Naturwerkstein-Verbandes, DNV, in erheblichem Maße.

Die deutsche Natursteinwirtschaft - sie setzt sich aus knapp 250 Industriebetrieben mit 8.500 Beschäftigten und ca. 5.100 (+2,4 %) handwerklichen Steinmetz- und Steinbildhauerbetrieben mit über 32.000 Beschäftigten zusammen - hat auf diese Herausforderung in jüngster Zeit mit zum Teil einschneidenden Rationalisierungsmaßnahmen reagiert. Während der Gesamtumsatz in der Industrie zwischen 1990 und 1996 um 40 Prozent auf über 1,4 Milliarden D-Mark stieg, bildete sich die Zahl der Beschäftigten gleichzeitig um rund 20 Prozent zurück.

In weniger ausgeprägtem Maße ist diese Entwicklung auch im Handwerk zu beobachten. Dieses erzielte nach Angaben des Bundesinnungsverbandes des Deutschen Steinmetz, Stein- und Holzbildhauerhandwerks BIV, (Frankfurt a. M.), im vergangenen Jahr einen Gesamtumsatz von über 4 Milliarden DM (-1,7 %).

Naturstein im Trend
Naturstein ist im Trend - nach der Verwendung an der Fassade und für die Außengestaltung nun auch im Innenraum. Der Material-Mix -Naturstein in der Kombination mit anderen Werkstoffen - ist dabei die aktuelle Perspektive. Naturstein und keramische Fliesen, Naturstein und Holz oder Naturstein in Kombination mit Edelstahl; der Phantasie und Kreativität sind keine Grenzen gesetzt - schöne Steine aus heimischen Brüchen aber auch aus aller Welt sorgen für eine neue Wohnkultur.

Angesichts der Konkurrenz-Situation im gewerblichen wie im Dienstleistungssektor dient die repräsentative Gestaltung von Geschäfts- und Verkaufsräumen, Boutiquen und Geschäftslokalen aber auch zur Schaffung bzw. Sicherung von Wettbewerbsvorteilen. Naturstein ist hier ein markanter Bestandteil des Corporate Design.

High-Tech bei der Natursteinbe- und Verarbeitung
Bei der Natursteinbe- und -verarbeitung hat sich der Trend zu high-tec weiter verstärkt. Die Arbeitsplätze in der Naturstein-Wirtschaft unterscheiden sich heute nur noch wenig von denen in der Automobilindustrie. An komplexen CNC-gesteuerten, Input-Output-kontrollierten Bearbeitungssystemen stehen qualifizierte Spezialisten. Nur durch den Einsatz dieser innovativen und leistungsfähigen Systeme, die Bearbeitungsvorgänge bei hoher Qualität wirtschaftlich durchführen, gelingt es der Naturstein-Wirtschaft Kundenwünsche schnell und präzise zu realisieren, vor allem aber wettbewerbsfähig zu bleiben.

Neue Märkte erschließt die Wasserstrahltechnik den Natursteinbetrieben. Wie Butter schneidet ein dünner Wasserstrahl mit einem Druck von mehreren tausend Bar und einer Geschwindigkeit von über 3.000 km/h auch in härteste Granitplatten - ein Meter (Stärke: 1 cm) kann heute in der Minute geschnitten werden. Neben der Chance, Natursteine in völlig neuen Formen zu gestalten und beipielsweise mit Einlegearbeiten nochmals aufzuwerten, läßt diese Methode nahezu verschnittfreies Arbeiten zu.

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Hinweis an die Redaktion:
Weitere Information erteilt gerne das Presseteam der Stone+tec 97, Peter Ottmann, Tel.: 0911/8606-313 und
Judith Seitenberg Tel.: 0911/8606-315, Fax: -256.

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