News Vorausmeldung zu Briefbomben - Teil 2 - Verdächtiger Ingenieur seit 22 Monaten als möglicher Schreiber von Bekennerbriefen im Visier der Staatspolizei

Wien (OTS) -

  • Generaldirektor Sika bestätigt: "Er war für kurze Zeit unser Hauptverdächtiger."
  • Unterlagen des Innenministerium legen Verdacht nahe, daß P. zumindest einen dritten Bekennerbrief verfaßt hat. =

Das Nachrichtenmagazin News veröffentlicht in seiner
morgen, Mittwoch, erscheinenden Ausgabe die Details der Verdachtslage gegen den 62jährigen Ing. P., der nach einer Hausdurchsuchung beschuldigt wird, Verfasser der beiden jüngsten Bekennerschreiben der Bajuwarischen Befreiungsarmee zu sein. Laut News wird P. seit 22 Monaten von den Fahndern des Innenministeriums verdächtigt, bereits an der Herstellung von früheren Bekennerbriefen der Bajuwaren beteiligt zu sein. Seit 23. September 1995 gibt es im Innenministerium zahlreiche Akten, die eine mögliche Verbindung von P. und den Briefbombenattentaten überprüfen sollen. Generaldirektor Sika bestätigt gegenüber News, daß P. "möglicherweise für eine kurze Zeit unser Hauptverdächtiger war".

Tatsächlich gehört P. dem Umfeld des Vereins "Aktion Rechte des Kindes auf beide Eltern" an, in dem die Fahnder im Herbst 1995 mögliche Drahtzieher der Briefbombenattentate vermuteten.

Laut News ist das vom Innenministerium 1995 erstellte neue "Täterprofil" sehr stark mit der Person von P. als Vorbild formuliert worden. Tatsächlich passen deshalb fast alle Kriterien des "Täterprofils".

Laut News hat freilich das Innenministerium ab dem Jahr 1996 den Verdacht auf eine mögliche Täterschaft bei P. verworfen, weil trotz intensiver Observierung keinerlei Beweise für diese These zu finden waren. Erst nachdem bei einer Hausdurchsuchung beim Journalisten K. detailliertes Material über Ing. P. gefunden wurde und zwei weitere Angaben gegen P. eintrafen, wurde im April 1997 eine Sachverhaltsdarstellung an das Gericht übermittelt, die nun Grundlage der Hausdurchsuchung war.

Laut morgigem News wird in dieser Sachverhaltsdarstellung vor allem die Übereinstimmung von orthographischer Schreibweise und Wortspielen in P.'s Privatpost mit den beiden jüngsten Bekennerschreiben als wichtigster Hinweis auf seine Täterschaft angegeben.

(Forts.)

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