- 21.05.1997, 11:05:50
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Deutschland - Österreichs wichtigster Wirtschaftspartner
Österreich: siebentgrößter Abnehmer für deutsche Waren - Schragl: Bilateraler Handel profitiert vom EU-Binnenmarkt
Wien (PWK) - Österreichs Teilnahme am europäischen Binnenmarkt hat
den Wirtschaftsbeziehungen mit Deutschland eine neue Dynamik
verliehen, stellt Handelsdelegierter Alfred Schragl in Frankfurt
fest. Der Wettbewerb habe sich spürbar verstärkt, die Chancen für
Lieferungen und Zusammenarbeit würden auf beiden Seiten intensiv
genützt. Ein spektakuläres Beispiel sei der 70-prozentige Anstieg
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der österreichischen Nahrungs- und Agrarproduktelieferungen nach
Deutschland im vergangenen Jahr.
Deutschland ist mit Abstand Österreichs wichtigster
Handelspartner. Laut vorläufigen Zahlen des Statistischen
Zentralamtes stammten 1996 rund 42,5 Prozent aller österreichischen
Einfuhren (302 Mrd S) aus Deutschland, rund 37,5 Prozent der
Gesamtausfuhren (227,5 Mrd S) hatten das Nachbarland zum Ziel.
In diesen Zahlen sind Lieferungen unter einem Wert von 1,4 Mio S
nicht erfaßt. Bei Berücksichtigung dieser Geschäftsfälle, die vor
allem im grenznahen Verkehr seit dem EU-Beitritt sehr zahlreich
geworden sind, würden die österreichischen Lieferungen nach
Deutschland wesentlich höher liegen, schätzt Schragl.
Umgekehrt ist auch das "kleine" Österreich für Deutschland ein
wichtiger Handelspartner. Als Abnehmer deutscher Waren liegt
Österreich weltweit an siebenter Stelle, als Lieferland an neunter.
Gegenüber 1995 sind (gemäß ÖSTAT) die österreichischen
Versendungen nach Deutschland im Vorjahr um 2,4 Prozent gewachsen,
die Bezüge aus Deutschland nahmen um 3,7 zu. (Nach deutscher
Statistik liegen die Zuwachsraten höher: bei 9 bzw. 10 Prozent).
Für die österreichischen Deutschland-Lieferungen sieht Schragl
nach wie vor Steigerungsmöglichkeiten bei Nahrungsmitteln und
Agrarprodukten. Auf dem stark umworbenen deutschen Markt besteht vor
allem Interesse für qualitätiv hochwertige "typisch österreichische"
Produkte. Eine umfangfreiche österreichische Lebensmittelpräsentation
in Düsseldorf Anfang nächsten Jahres sowie Gruppenausstellungen des
Wirtschaftsförderungsinstitutes auf wichtigen Fachmessen sollen die
heimischen Firmen bei der Marktbearbeitung unterstützen.
Erfreuliche Zuwächse verzeichneten 1996 auch die Lieferungen von
Enderzeugnissen, insbesondere von Kfz-Zulieferungen. Schragl erwartet
eine Fortsetzung dieses positiven Trends. Zur Förderung der Kfz-
Zulieferungen veranstaltet die Wirtschaftskammer Österreich noch im
Laufe dieses Jahres Zuliefermeetings bei Opel und bei anderen großen
Automobilkonzernen. Um die gegenwärtig große Nachfrage nach modernen
Technologien in Deutschland für österreichische Anbieter besser zu
nützen, wird im Herbst ein Technologiemeeting in Stuttgart
abgehalten.
(Schluß) RL
Rückfragehinweis: Dkfm. Klaus Janschek
Abteilung für Außenwirtschaft
Tel: 50105/DW 4366
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