Deutschland - Österreichs wichtigster Wirtschaftspartner

Österreich: siebentgrößter Abnehmer für deutsche Waren - Schragl: Bilateraler Handel profitiert vom EU-Binnenmarkt

Wien (PWK) - Österreichs Teilnahme am europäischen Binnenmarkt hat den Wirtschaftsbeziehungen mit Deutschland eine neue Dynamik verliehen, stellt Handelsdelegierter Alfred Schragl in Frankfurt fest. Der Wettbewerb habe sich spürbar verstärkt, die Chancen für Lieferungen und Zusammenarbeit würden auf beiden Seiten intensiv genützt. Ein spektakuläres Beispiel sei der 70-prozentige Anstieg ****

der österreichischen Nahrungs- und Agrarproduktelieferungen nach Deutschland im vergangenen Jahr.

Deutschland ist mit Abstand Österreichs wichtigster Handelspartner. Laut vorläufigen Zahlen des Statistischen Zentralamtes stammten 1996 rund 42,5 Prozent aller österreichischen Einfuhren (302 Mrd S) aus Deutschland, rund 37,5 Prozent der Gesamtausfuhren (227,5 Mrd S) hatten das Nachbarland zum Ziel.

In diesen Zahlen sind Lieferungen unter einem Wert von 1,4 Mio S nicht erfaßt. Bei Berücksichtigung dieser Geschäftsfälle, die vor allem im grenznahen Verkehr seit dem EU-Beitritt sehr zahlreich geworden sind, würden die österreichischen Lieferungen nach Deutschland wesentlich höher liegen, schätzt Schragl.

Umgekehrt ist auch das "kleine" Österreich für Deutschland ein wichtiger Handelspartner. Als Abnehmer deutscher Waren liegt Österreich weltweit an siebenter Stelle, als Lieferland an neunter.

Gegenüber 1995 sind (gemäß ÖSTAT) die österreichischen Versendungen nach Deutschland im Vorjahr um 2,4 Prozent gewachsen, die Bezüge aus Deutschland nahmen um 3,7 zu. (Nach deutscher Statistik liegen die Zuwachsraten höher: bei 9 bzw. 10 Prozent).

Für die österreichischen Deutschland-Lieferungen sieht Schragl nach wie vor Steigerungsmöglichkeiten bei Nahrungsmitteln und Agrarprodukten. Auf dem stark umworbenen deutschen Markt besteht vor allem Interesse für qualitätiv hochwertige "typisch österreichische" Produkte. Eine umfangfreiche österreichische Lebensmittelpräsentation in Düsseldorf Anfang nächsten Jahres sowie Gruppenausstellungen des Wirtschaftsförderungsinstitutes auf wichtigen Fachmessen sollen die heimischen Firmen bei der Marktbearbeitung unterstützen.

Erfreuliche Zuwächse verzeichneten 1996 auch die Lieferungen von Enderzeugnissen, insbesondere von Kfz-Zulieferungen. Schragl erwartet eine Fortsetzung dieses positiven Trends. Zur Förderung der Kfz-Zulieferungen veranstaltet die Wirtschaftskammer Österreich noch im Laufe dieses Jahres Zuliefermeetings bei Opel und bei anderen großen Automobilkonzernen. Um die gegenwärtig große Nachfrage nach modernen Technologien in Deutschland für österreichische Anbieter besser zu nützen, wird im Herbst ein Technologiemeeting in Stuttgart abgehalten.

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Dkfm. Klaus Janschek

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