• 20.05.1997, 09:57:04
  • /
  • OTS0049

Amerikanische Behörden vertuschen Umweltkatastrophe: Ein urtümlicher Einzeller wird zur biologischen Herausforderung

Hamburg (OTS/EURONET) - mare berichtet exklusiv über massenhafte
Vermehrung aggressiver Urtiere, die Menschen und Tiere gefährden.

Über unheimliche Geschehnisse an der amerikanischen Ostküste
berichtet der Autor Dr. Frank J. Jochem in der am 22. Mai
erscheinenden Ausgabe der Zeitschrift mare. Ein Organismus mit bis zu
24 unterschiedlichen Lebensstadien sorgt seit 1989 dafür, daß bis
heute eine Milliarde Fische und Muscheln vernichtet wurden. Aber
nicht nur Tieren, sondern auch Menschen wird der giftige Einzeller
gefährlich. Fischer aus den betroffenen Buchten berichten über
Hautinfektionen und bis zu zwei Zentimeter großen Wunden an allen
Körperteilen, die mit dem infizierten Wasser in Verbindung kommen.
Zusätzlich treten Kopfschmerzen, Schwindel und Verlust des
Kurzzeitgedächtnisses als Folge des Kontaktes mit dem von den
Einzellern ausgestoßenen Gift auf. Wissenschaftler fanden nun heraus,
daß sich dieser wahrscheinlich seit Jahrtausenden an der Küste
lebende Organismus erst durch die unkontrollierte Einleitung von
Abwässern und Gülle aus der Schweinezucht explosionsartig vermehren
konnte.

Die amerikanische Aufsichtsbehörde spielt das Problern momentan
noch herunter. "Aus politischen Gründen", so die am Problem
arbeitenden Wissenschaftler. Denn zu den größten Schweinezüchtern des
Staates North Carolina, an dessen Küste sich die stille Katastrophe
abspielt, zählen unter anderem Gouverneur Jonathan Hunt und Senator
Faircloth, der Vorsitzende der Umweltkommission.

Besonders bedenklich ist dabei laut mare, daß sich "Pfiesteria
piscida - der Fischfresser", so der wissenschaftliche Narne des
Einzellers, bereits in die Nähe internationaler Seehäfen ausgebreitet
hat. Er könnte nun, etwa von Baltimore in der Chesapeake-Bay aus mit
dem Ballastwasser der Seeschiffe auch nach Europa gelangen. "Zwar
sind die deutschen Küstengewässer zu kalt für Pfiesteria, doch gibt
es einige Bereiche des Mittelmeeres, wo sie sich sehr wohl fühlen
würden", warnt Meeresbiologin JoAnn Burkholder

Hinweis an die Redaktion:

Die vollständige Reportage ist nachzulesen in der Ausgabe Nr. 2
von "mare. Die Zeitschrift der Meere". Das Heft mit dem
Schwerpunktthema "Die Muschel" wird ab 22. Mai 97 verkauft. mare
erscheint zweimonatlich und wird im gehobenen Zeitschriftenhandel zum
Preis von DM 14,00 angeboten.

ots Originaltext: mare. Die Zeitschrift der Meere
Im Internet recherchierbar: http://www.ots.apa.at
http://www.newsaktuell.de

Weitere Informationen:

Tilman Görres
Görres & Partner PR GmbH
Tel. 0049/40 / 38 82 98
Fax 0049/40 / 38 82 12

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | EUN/OTS/EURONET

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel