Maderthaner zu Wirtschaftsgesprächen nach Syrien und Libanon

Österreichische Gruppenausstellung auf Baufachmesse Beirut - Chancen bei Kraftwerksprojekten in Syrien

Wien (PWK) - Seit dem Friedensprozeß im Nahen Osten haben sich Syrien und der Libanon zu dynamischen Märkten und interessanten Kooperationspartnern entwickelt. Um der österreichischen Wirtschaft diese neuen Chancen besser zugänglich zu machen, reist Wirtschaftskammerpräsident Leopold Maderthaner vom 17.-20. Mai nach Damaskus und Beirut. In der syrischen Hauptstadt wird Maderthaner mit hochrangigen Vertretern von Staat und Wirtschaft über die Mitwirkung bei Großprojekten (vor allem Kraftwerke und Abwasserreinigungsanlagen) verhandeln. In Beirut, wo der WKÖ-Präsident vom libanesischen Regierungschef Rafik Hariri empfangen wird, steht ein Besuch der Baufachmesse "Project Lebanon" auf dem Programm. ****

Österreich ist mit 22 Firmen, die in einem Gemeinschaftsstand des Wirtschaftsförderungsinstitutes ausstellen, eine der stärksten Teilnehmernationen auf dieser für den gesamten Nahen Osten wichtigen Messe für das Bauwesen.

Im Libanon ist der Wiederaufbau im vollen Gange. Für österreichische Firmen ergeben sich daraus gute Zulieferchancen, vor allem beim Infrastrukturausbau, erklärt WKÖ-Nahostreferent Fritz Langer. Der hohe Modernisierungsbedarf der libanesischen Industrie bietet aber auch interessante Liefermöglichkeiten für Maschinen, Anlagen und Produktionsmittel. Aussichtsreiche Sparten sind die Nahrungsmittelerzeugung, die Textil- und die Bekleidungsindustrie.

Nicht zuletzt entwickelt sich der Libanon auch wieder zu einem aufnahmefähigen (wenn auch schon von der internationalen Konkurrenz stark umworbenen) Markt für Konsumwaren.

Obwohl die österreichischen Ausfuhren in den Libanon in den letzten Jahren rasch gewachsen sind (von 262 Mio.S im Jahr 1993 auf 343 Mio im Jahr 1995) konnten die heimischen Firmen die Möglichkeiten des freien libanesischen Marktes noch nicht voll nützen, bedauert Langer.

Die Wirtschaftskammer Österreich hat aus diesem Grund im Herbst vergangenen Jahres den seit 1987 vakanten Posten eines Handelsdelegierten in Beirut mit Peter Festin wieder besetzt.

Syrien unternimmt derzeit große Anstrengungen um die Infrastruktur auszubauen und zu modernisieren. Daneben gewinnt der private Sektor zunehmend an Bedeutung, betont Langer. Für die österreichische Wirtschaft bedeutet das ein beachtliches Potential für Kooperationen und Zulieferungen. In den letzten Jahren haben heimische Unternehmen prestigeträchtige Großaufträge in Syrien gewinnen können, unter anderem die Beleuchtung des Nationaltheaters in Damaskus,

Zulieferungen für große Trinkwasser- und Erdölprojekte und Krankenhausausrüstungen.

1995 exportierte Österreich Waren um 473 Mio.S nach Syrien (fast ausschließlich Investitionsgüter). Syrien ist für Österreich traditionell einer der größten Lieferanten von Erdöl und Erdölprodukten. 1995 betrugen die Importe aus Syrien 572 Mio.S.

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