FWV Wien fordert praxisnahes Mietrecht zur Sicherung der Nahversorgung

Wien (OTS) - Wesentliche Änderungen beim Mietrecht sollen die Existenz von kleinen Nahversorgungsbetrieben sichern und die Eröffnung neuer Geschäfte in Schwung bringen, fordert der Freie Wirtschaftsverband Wien. "Denn die Neuregelung der Geschäftsmieten ist bei der Novellierung des Mietrechtes viel zu kurz gekommen", sagt Wirtschaftskammer-Vizepräsident und SPÖ-LAbg. GR Friedrich Strobl.

Obwohl das Geschäftesterben mittlerweile auch vor City-Lagen nicht mehr Halt macht, sorgt sich der FWV vor allem um den Erhalt kleiner Geschäftsstraßen und Grätzeln. "Geschäftsstraßen kann man eventuell durch Veranstaltungen und Gestaltungsmaßnahmen beleben. Ändert sich aber nichts Grundsätzliches am Mietrecht, geht das Sterben der Kleinen, die die Nahversorgung auch abseits der traditionellen Einkaufsstraßen sichern, weiter", warnt der FWV, der seit Jahren auch eine Verländerung des Mietrechtes anstrebt.

Weiters fordert Strobl: "Auch für Geschäftsmieten muß es fixe Richtwerte mit Ab- und Zuschlägen geben. Das bedeutet nichts anderes als die Festlegung einer Obergrenze, wie sie bei Wohnungsmieten selbstverständlich ist", sagt der Wirtschaftskammer-Vize. Verbessern könne sich die prekäre Situation der kleinen Nahversorger nur, wenn das Mietrecht auch die Übernahme und Weitergabe von Betrieben an Familienangehörige berücksichtige. Immerhin sind rund 50 Prozent, der rund 80.000 Wiener Unternehmen Familienbetriebe. "Derzeit sind zahlreiche Klein- und Kleinstunternehmer völlig verunsichert, ob sie aufgrund der gesetzlich verursachten Explosion der Geschäftsmieten ihre Familienbetriebe überhaupt lebensfähig an die Kinder weitergeben können. "Die sind nämlich in den meisten Fällen mit ruinösen Mietzinserhöhungen in Folge der Geschäftsübergabe konfrontiert", berichtet Strobl.

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