Unfallzahlen im März drastisch gestiegen

Wien (OTS) - Um 47 % mehr Tote - 16 % mehr Verletzte -
KfV fordert: Blockade des Verkehrssicherheitspakets endlich

aufgeben - wie viele Menschen müssen noch sterben? =

Nur einen Tag nach der durch den Widerstand des
Koalitionspartners ÖVP im Ministerrat erzwungenen Rückstellung des Verkehrssicherheitspakets des Vekehrsministers liegen die Unfallzahlen für März vor: Die Tendenz eines neuerlichen Anstieges der Zahlen im Jänner und Februar 97, die sich nach den günstigen Werten des Vorjahres abzuzeichnen begann, hat sich fortgesetzt und verstärkt.

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit fordert die verantwortlichen Politiker mit allem Nachdruck auf: "Geben Sie endlich den Widerstand gegen international erprobte und bewährte, und wie die aktuellen Unfallzahlen leider beweisen, notwendige zusätzliche gesetzliche Maßnahmen zur Hebung der Verkehrssicherheit auf! Werfen Sie einen Blick auf die Unfallzahlen und beenden Sie die jahrelange Polemik! Bewußtseinsbildung und Verkehrsüberwachung sind sehr wichtig, reichen aber für die Festigung des positiven Trends nicht aus."

Im März 1997 ereigneten sich nach vorläufigen Zahlen 2568 Unfälle auf Österreichs Straßen, bei denen 3.460 Verkehrsteilnehmer verletzt und weitere 78 getötet wurden. Im März 1996 ereigneten sich 2.229 Unfälle mit 2.981 Verletzten und 53 Toten.

Das entspricht einem Anstieg der Unfälle um 15,2 %, der Verletztenzahl um 16,1 % und der Zahl der Verkehrstoten um 47,2 %.

Im Zeitraum Jänner bis März 97 wurden 6.677 Unfälle bei denen 8.971 Menschen verletzt und 207 getötet (Jänner bis März 96: 183 Tote), registriert. Das entspricht einer Zunahme gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres der Unfälle um 4,5 % (plus 287), der Verletzten um 4,9 % (plus 418) und der Zahl der Verkehrstoten um 13,1% (plus 24).

Auch bei den Alkoholunfällen ist ein starker Anstieg bemerkbar. Die Zahl der Toten stieg von 14 auf 26, die der Unfälle von 449 auf 483.

Das KfV: "Wann begreifen endlich die Politiker den Ernst der Situation?" Wie gesagt: "Die Verkehrssicherheit ist kein Jahrmarktthema auf der Bühne des tagespolitischen Schlagabtausches. Es geht um Menschenleben, verkrüppelte Jugendliche, zerstörte Familien, Waisenkinder und um schließlich und endlich viele Milliarden Schilling Volksvermögen," so das KfV.

Rückfragen & Kontakt:

Herbert Koczera
Kuratorium für Verkehrssicherheit
Tel.: 717 70 - 122 e-Mail: kfv@kfv.telecom.at

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KFV/OTS