Agrana-Brief zu Gen-Freisetzung: Verwunderung bei Global 2000 über erste Reaktion des Unternehmens.

Global 2000: "Erfreulich, wenn sich Agrana-Pressesprecherin von Angaben und Methoden ihres Vorstandes distanziert".

Wien (OTS) - Mit Verwunderung registrierte heute, Dienstag, Global 2000 die Erklärung von Agrana-Pressesprecherin Brigitte Gampe, wonach ein Brief des Unternehmens - darin wird die Werksschließung des Agrana-Standortes in Gmünd (NÖ) in den Raum gestellt, sollte die geplante Freisetzung von genmanipulierten Erdäpfeln im Waldviertel nicht durchgeführt werden können - "nicht mehr aktuell" sei. Laut Gampe stamme der von Global 2000 veröffentlichte Brief vom 28. Jänner dieses Jahres. "Der Brief, auf den sich unsere Angaben beziehen, ist mit 6. Februar 1997 datiert und von Agrana-Vorstand Johann Marihart unterzeichnet", erläutert Global 2000-Sprecher Lothar Lockl. "Dies ist jener Tag, an dem die Agrana aufgrund massiver Proteste der betroffenen Bevölkerung den Antrag auf Freisetzung von Gen-Kartoffeln zurückgezogen hatte." In dem Schreiben Mariharts an den Bürgermeister von Gmünd heißt es wörtlich: "80 Prozent (der Produktion, Anm.) sind für technische Stärkeprodukte. Diese sind somit das Rückgrat und die Zukunft des Werkes und dafür benötigen wir auch die Möglichkeiten der Gentechnik. Verhindert man dies in Österreich, kommt die Stärke aus Holland zu unseren Kunden - für Agrana erübrigt sich dann, Kartoffeln in Gmünd zu verarbeiten." Laut Global 2000-Sprecher Lockl ist dies "ein offensichtlicher Versuch, den Bürgermeister und die Mitarbeiter der Agrana in Gmünd unter Druck zu setzen. Es ist dennoch erfreulich, wenn sich nun die Pressesprecherin der Agrana von den Angaben und Methoden ihres eigenen Vorstandes distanziert und Werksschließungsplänen im Zusammenhang mit Gen-Experimenten eine klare Absage erteilt."

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