Steiler Anstieg der Schweinefleischpreise

Schweinepest in Deutschland und Holland als Ursache Starker Kostendruck auf österreichische Wursthersteller

Wien (PWK) - "Der Preis für Schweinehälften der Klasse E stieg seit der letzten Jännerwoche um mehr als 25 Prozent an", berichtet Reinhard Kainz vom Verband der Fleischwarenindustrie. Allein in den letzten vier Wochen erhöhten sich die Rohstoffpreise bei Schweinefleisch um mehr als 15 Prozent. Durch das Auftreten der klassischen Schweinepest in einzelnen Verwaltungsgebieten Deutschlands und der Niederlande ist EU-weit eine Verknappung bei Schweinefleisch entstanden. Um diese Tierkrankheit effizient zu bekämpfen, werden in Deutschland und den Niederlanden mehr als 1 Million Mastschweine und mehr als 1,2 Millionen Ferkel getötet und den Tierkörperverwertungsanstalten zugeführt. ****

Es wird erwartet, daß die Schweinepreise auch in den nächsten Wochen weiter ansteigen, meint Kainz. Bis Herbst 1997 sei mit keiner Verbilligung der Rohstoffpreise zu rechnen. Die österreichischen Wursthersteller, die zwischen der Landwirtschaft als Rohstofflieferant und dem nachfragemächtigen Lebensmittelhandel stehen, kommen dadurch unter einen starken Kostendruck. Der steile Anstieg der Schweinefleischpreise wirkt sich deshalb auf die österreichischen Wurstproduzenten so gravierend aus, weil Schweinefleisch der wichtigste Rohstoff für die Wurstherstellung ist.

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Dr. Reinhard Kainz

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