Falsche Vorwürfe gegen das Dorotheum

Wien (OTS) - Das Dorotheum weist die am 21. April in der Fernsehsendung "Treffpunkt Kultur" vorgebrachten Behauptungen und Falschmeldungen schärfstens zurück. Wie bereits in der letzten Sendung wurden die Zuseher wieder unrichtig informiert.

1. Letztens wurde im ORF behauptet, das Dorotheum hafte nicht wie die anderen Auktionshäuser. Das ist falsch. Das Dorotheum haftet wie alle Auktionshäuser für die Richtigkeit seiner Expertisen und Katalogangaben den Konsumenten gegenüber. Der zitierte Passus des Haftungsausschlusses in den Versteigerungsbedingungen findet sich in ähnlicher Form in den Katalogen anderer Auktionshäuser z.B. Sotheby's, Wiener Kunstauktionen, und soll vornehmlich nicht gerechtfertigte Reklamationen ausschließen. Sollten von Käufern berechtigte Reklamationen erhoben werden, werden diese Ankäufe vom Dorotheum rückabgewickelt.

2. In der Sendung wurde suggeriert, daß das Dorotheum Asiatika für die Auktion ankaufe. Dies stimmt nicht. Das Dorotheum war bei keinem einzigen Objekt der Auktion Eigentümer, sondern übernahm die Waren von zirka 80 verschiedenen Einbringern zum kommissionsweisen Verkauf. Schon gar nicht unterhielt oder unterhält das Dorotheum irgendwelche Geschäftsbeziehungen zu den in der Sendung gezeigten oder ähnlichen Tourismusläden.

3. Der Behauptung, das Dorotheum habe möglicherweise strafrechtliche Handlungen begangen, weil versteigerte Objekte nicht dem Artenschutzabkommen entsprechen, liegt vermutlich eine Fehlinformation zugrunde. Nicht 1975 ist das Datum, das entscheidend ist für die Bewertung des legalen Imports, sondern 1982 (Artenschutzgesetz 1982, BGBl. 189/82). In diesem Jahr ist Österreich dem von "Treffpunkt Kultur" zitierten Übereinkommen erst beigetreten und ab da erlangte es Rechtsgültigkeit.

4. Im Beitrag wurde dem Dorotheum und seinem Generaldirektor unterstellt, bewußt seine Käufer irrezuführen. Das wird schärfstens vom Dorotheum zurückgewiesen. Jedes Objekt wurde vor der Auktion neben dem Experten des Dorotheums von einer führenden deutschen Asiatikaexpertin geprüft.

5. Einige der bisher vom Dorotheum mit der Überprüfung befaßten Experten haben bereits schriftlich klare Stellung bezogen. Übrigens:
Die von "Treffpunkt Kultur" zitierte Kölner Expertin weigert sich ausdrücklich, ihre Behauptungen durch eine Besichtigung der Objekte zu überprüfen. Sie hat für "Treffpunkt Kultur" ihre Angaben via Fotos aus dem Katalog gemacht.

6. Was die Angriffe auf das Niveau der Auktion betrifft, weist das Dorotheum darauf hin, daß das Unternehmen in seinen Auktionen auch jenen Kunden, die nicht über ein großes Ankaufsbudget verfügen, ein gutes Angebot auf einer niedrigeren Preisebene bieten will. Wie dem Dorotheum am 21. 4. in einer schriftlichen Stellungnahme des führenden Ostasiatikaexperten Dr. Claudius Müller, Völkerkundemuseum Berlin und Mitautor des Kunstpreisjahrbuches bestätigt wird, ist das Angebot des Dorotheums "durchaus dem vergleichbarer Häuser" entsprechend. Weiters bestätigt der Experte, "das Angebot befriedigt das Interesse des regionalen Marktes, wie auch in Köln, Stuttgart und Zürich."

Darüber hinaus weist das Dorotheum darauf hin, daß es vor der Sendung eine Vereinbarung mit dem ORF gab, wonach das Dorotheum Möglichkeit zur Stellungnahme in der Sendung bekommt, falls aus der Sicht des Hauses unrichtige Darstellungen gebracht werden. Nachdem während der Sendung die Redaktion auf Fehler aufmerksam gemacht wurde, galt diese Vereinbarung nicht mehr.

Das Dorotheum prüft rechtliche Schritte gegen den ORF.

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