- 17.04.1997, 11:20:39
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Neue Trends in der Software-Industrie
Trendsymposium in der Wirtschaftskammer Österreich Spezialthemen: Internet,EDV-Umstellung auf EURO und Jahr 2000
Wien (PWK) - Österreichs Wirtschaft wie auch die EDV-Szenerie
befindet sich in einer Umbruchsituation. Nachdem auch der heimische
Markt unter dem Druck der Globalisierung steht, versuchte der
Fachverband Unternehmensberatung & Datenverarbeitung in der
Wirtschaftskammer Österreich in diesem Jahr wiederum seine Mitglieder
mit der sich ständig verändernden Informationstechnik(IT)-Landschaft
anläßlich des Trendsymposiums vertraut zu machen. ****
Neben dem Dauerbrenner von Client/Serviceentwicklungs-Tools ging
es vor allem um die Bewältigung der Applikationsänderungen in
Zusammenhang mit dem Jahr 2000 und der Einführung des Euro. "Nachdem
die Tendenz anhält, daß EDV-Leiter immer mehr externe
Dienstleistungen zukaufen - wobei mittelständische Unternehmen das
traditionell immer schon in größerem Umfang getan haben - erfreuen
sich österreichische Software-Häuser einer guten Konjunktur und
suchen entsprechende Software-Entwickler am Markt", erklärte Hans-
Jürgen Pollirer, Vorsteher des Fachverbandes Unternehmensberatung und
Datenverarbeitung.
Darüber hinaus hat sich mittlerweile herumgesprochen, daß der
Zukauf von Standardsoftware in der Regel effizienter ist; auch in
diesem Bereich sind Klein- und Mittelbetriebe schon immer
federführend gewesen und haben im Durchschnitt 80 bis 90 Prozent
ihrer Anwendungen extern angeschafft.
Natürlich wurde auch Internet auf dem Trendsymposium umfangreich
behandelt, das nicht nur die Teilnahme an der weltweiten
Kommunikation ermöglicht, sondern auch das technologische Rückgrat
für die Globalisierung ist. Österreichische Softwarehäuser eröffnen
sich durch Internet neue Geschäftsfelder bei ihren Kunden. Ebenso
bietet es ihnen die zusätzliche Möglichkeit, Produkte effizient und
mit minimalstem Kostenaufwand an neue in- und ausländische
Zielgruppen abzusetzen.
Neben dem Keynote-Speaker August Scheer von der Universität
Saarbrücken, der auf Methoden, Verfahren und Tools der
Softwareindustrie einging, behandelten die anderen Vortragenden vor
allem die derzeit aktuellen Technologiethemen.
Der österreichische Geschäftsführer von Sun Microsystems
Österreich umriß die neue Software-Technologie Java und gab seiner
Meinung Ausdruck, daß dieser objektorientierten Entwicklungssprache
dank der Unterstützung der gesamten IT-Industrie die Zukunft gehören
wird. Eine umfangreiche Darstellung der 'Network Computing
Architecture' und damit des wesentlich preisgünstigeren 'Slim-
Clients' durfte natürlich nicht fehlen. Auch Microsoft marschiert mit
dem abgemagerten 'Zero Administration'-Windows in eine Richtung, bei
der wesentlich günstigere 'Costs of Ownership' angepeilt werden.
Abgerundet wurde die Konferenz durch Strategiepräsentationen von im
Ausland erfolgreichen österreichischen Softwareunternehmen - die
Firma IMPROX sowie Missing Link waren diesmal vertreten - sowie durch
ein Anwenderforum, bei dem vier EDV-Leiter ihre Erwartungshaltungen
hinsichtlich Dienstleistungsanbieter darstellten. Die über hundert
Teilnehmer erhielten eine Reihe von Anregungen und konnten zufrieden
feststellen, daß sie nach wie vor in einer Wachstumsbranche tätig
sind, auch wenn sie manchmal mit den raschen Technologieschüben nicht
leicht Schritt halten können.
(Schluß) Ne
Rückfragehinweis: Hans-Jürgen Pollirer
Fachverbandsvorsteher
c/o Secur Data BetriebsberatungsgmbH
Tel. 533 42 07
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