Internationaler Handel auf Kosten der Sozialstandards?

Workshop "Handel und Sozialstandards" am 14. April 1997 um 10 Uhr in der Wirtschaftskammer Österreich

Wien (PWK) - Bedrohen niedrigere Sozialstandards in Entwicklungsländern oder Mittel- und Osteuropäischen Ländern die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs? Werden Marktanteile durch Verletzung von Menschenrechten erkauft? Sind Importbeschränkungen, Importabgaben geeignete Mittel, um Abhilfe bei Menschenrechtsverletzungen zu schaffen bzw. um den Standort Österreich/Europa zu sichern? Ist das europäische Sozialmodell, der "European way of life" gefährdet? Mit diesen Fragen beschäftigen sich im Rahmen der Seminarreihe "Trade 2000 - The Road to Globalisation" am 14. April um 10 Uhr im Haus der Wirtschaft zwei internationale Experten bei einer brisanten Diskussion. ****

Der erste Referent, Peter Coldrick, ist politischer Sekretär des Europäischen Gewerkschaftsbundes aus Brüssel und einer der Hauptbetreiber der internationalen Bewegung, Menschenrechtsverletzungen durch Handels-Sanktionen hintanzuhalten. Gescheitert ist allerdings im Dezember 1996 der Versuch, das Thema Handel und international akkordierte Sozialstandards in der Welthandelsorganisation (WTO) zu verankern. Unter ausdrücklichem Hinweis darauf, daß komparative Wettbewerbsvorteile von Entwicklungsländern nicht angetastet werden dürfen, wurde die International Labour Organisation (ILO) in Genf aufgefordert, sich mit diesem Problem intensiv zu befassen und die zahlreichen unter ihrer Ägide geschlossenen Abkommen durchsetzbar zu machen.

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Tel. 50105 DW 4198Dr. Michael Reiterer

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